Das Lexikon für Taucher, alles zum Thema Tauchen

 

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Lexikon für Taucher


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Foramen Ovale

Auch PFO = Persistierendes Foramen ovale genannt.

Hierbei handelt es sich um eine Art Kurzschluss im Herzen des Embryos um dessen Kreislauf im Mutterleib zu entlasten.

Nach der Geburt steigt der Blutdruck in der linken Herzkammer und drückt diesen "Lappen" auf das "Loch".
Zumeist verwächst dieser "Lappen" und das "Loch" ist auf immer dicht.
Doch bei nahezu bei einem drittel aller Menschen, also auch Taucher ;-)))
geschieht dies nicht und dieser Lappen wirkt wie ein Ventil.

Steigt nun der Druck in der rechten Herzkammer, z.B. durch Pressatmung, Husten, Niesen u.s.w., kann venöses Blut wieder in den arteriellen Kreislauf gelangen, ohne die Lunge zu durchlaufen.

Dies kann für uns Taucher weit reichende Auswirkungen haben.
Mit Stickstoff angereichertes Blut durchläuft wieder den Körper, da sich Mikroblasen kaum verhindern lassen, auch diese. Ein so "angereichertes" Blut ist weniger in der Lage, Stickstoff vom angrenzenden Gewebe aufzunehmen.
Die Gefahr einer DCS (siehe auch dort), steigt ungemein.

Die meisten, auch bei ganz konservativen und auch seichten Tauchgängen, DCS-Erkrankungen ereilen Tauchern mit einem PFO.

Tipp:
Bei Niesen, Husten, Anstrengungen...
...kann man gar nicht langsam genug austauchen, sollte man entsprechende Zuschläge einrechnen.

Beim oft praktizierten Nullzeithangeln diesen Tauchgang so durchführen, als wäre es ein "Dekotauchgang" (siehe Nullzeit)

Im flachen Bereich beim Auftauchen immer! flach atmen!
Ansonsten könnte der Druck in der rechten Herzkammer steigen!

Lest dazu unbedingt den ausführlichen Bericht unter:
offenes Foramen ovale

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