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Lexikon für Taucher


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Temperaturregulation

Der menschliche Körper versucht im Körperkern (Innere des Rumpfes, Kopf) eine konstante Temperatur von 36,5 – 37°C aufrecht zu erhalten, das Verhältnis von Wärmeproduktion und Wärmeabgabe muß konstant gehalten werden.
Der Körper produziert durch Stoffwechselprozesse in Organen und Muskeln als Abfallprodukt Wärme, welche er als Mittel zur Temperaturregulation einsetzen kann. Je nach Außentemperatur wird der Körperkern ausgedehnt (warm) oder verkleinert (kalt). Es gibt einerseits Rezeptoren für die Temperatur des Blutes (im Zwischenhirn) sowie Wärme- und Kälterezeptoren in der Haut.
Der Wärmetransport im Körper erfolgt über das Blut. Durch Querschnittsveränderungen der Adern wird die Fließgeschwindigkeit und damit die Zeit für den Wärmeaustausch beeinflußt.
Die Wärmeproduktion steigt bei sinkenden Außentemperaturen und körperlicher Arbeit, aber auch bei steigender Außentemperatur infolge zunehmender Atem- und Kreislaufarbeit.

Thermische Neutralzone:
Die Wärmebildung liegt bei einem Minimum, beim nackten ruhenden Menschen ca. 28 – 30°C Außentemperatur.
Beeinflußt werden kann die Körpertemperatur auch durch andere Faktoren wie Umgebungstemperatur, Luftbewegung, Luftfeuchtigkeit, Wärmeleitfähigkeit des Umgebungsmediums, chemische Einflüsse im Körper etc.
Drogen, z.B. Alkohol oder Nikotin können die Hautgefäße verengen oder erweitern sowie die Erregbarkeit der Kälterezeptoren
lähmen.

Mechanismen der Wärmeabgabe zwischen Körper und Umgebung:

* Strahlung: Übertragung von Wärmeenergie durch elektromagnetische Wellen

* Konduktion (Wärmeleitung): Wärmeübertragung durch Kontakt, abhängig von der Temperaturdifferenz, der Kontaktfläche und der Wärmeleitfähigkeit des Mediums

* Konvektion: Transport der Wärmeenergie durch strömende Flüssigkeiten oder Gase

* Verdunstung: Wärmeabgabe durch Verdampfen von Wasser an der Hautoberfläche und den Schleimhäuten der Atemwege, abhängig von Wasserdampfdruckgefälle zur Umgebung

* Wärmeverlust durch Urin und Kot



Kälteeinflüsse


Kälteeinwirkungen und -reaktionen:
Versuch des Körpers, die Wärmeproduktion zu erhöhen: Zunahme des Stoffwechsels, z.B. durch Kältezittern, zentrale Erregung

Versuch des Körpers, die Wärmeabgabe zu verringern: Drosselung der Hautdurchblutung durch Gefäßverengung (Vasokonstriktion) -> blasse kalte Haut.

Wenn die Maßnahmen des Körpers das Absinken der Körperkerntemperatur nicht verhindern können, kommt es zu einer Unterkühlung und evtl. Erfrierung.

Psychische Kälteeinflüsse: Herabgesetzte Aufmerksamkeit, Zerstreutheitseffekt, Engegefühl, Angst, Adrenalinausschüttung

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