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Lexikon für Taucher


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Kohlenmonoxidvergiftung

Normalerweise kann die Atemluft kein Kohlenmonoxid enthalten, es sei denn, daß durch den Kompressor Luft angesogen wurde, die Kohlenmonoxid enthält, z.B. an einer Straße oder Auspuffgase des Kompressors.
Kohlenmonoxid ist geruch-, farb- und geschmacklos, es entsteht bei Verbrennung kohlenstoffhaltiger Verbindungen ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr.

Kohlenmonoxid hat eine etwa 300mal stärkere Bindungsfähigkeit an Hämoglobin als Sauerstoff, es wirkt nicht allein durch den Partialdruck giftig, sondern ist abhängig vom Sauerstoffpartialdruck. Bei doppeltem pO2 wird auch der doppelte pCO vertragen.

Folge:
Schon ab einer Konzentration von ca. 0,1% lagert sich Kohlenmonoxid an das Hämoglobin und blockiert so den Gasaustausch.

Symptome:
Kopfschmerzen, Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Übelkeit, Schwindel, Ohrensausen, Flimmern vor den Augen, Rausch- und Erregungszustände, weiter dann das Lähmungsstadium mit Blutdruckabfall, Pulsbeschleunigung, Bewußtlosigkeit, Lungenödem, Atemlähmung mit hellroter Hautfarbe (inneres Ersticken).

Therapie:
Sauerstoffzufuhr, möglichst 100 % bzw. hyperbarer Sauerstoff, da die Entfernung des Kohlenmonoxids vom Partialdruck des Sauerstoffs abhängig ist.

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