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Lexikon für Taucher


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Immersionseffekt

Beim Eintauchen des Körpers in das Wasser erfahren wir einen Auftrieb, die Gliedmaßen sind fast gewichtslos. Zwar wird die Schwerkraft nicht aufgehoben, die physiologischen Kreislaufveränderungen des Körpers entsprechen aber weitgehend denen einer Schwerelosigkeit

Auf Land kommt es durch die Schwerkraft zu einer vermehrten Füllung der unteren Körperpartien. Im Wasser wird dies aufgehoben, es kommt zu einer Umverteilung des Blutes, das vermehrte Blutvolumen aus den unteren Gliedmaßen wird mit dem venösen Blutstrom in den Thoraxraum verlagert. Dort wird es an das rechte Herz weitergereicht, wo durch Fühler, die auf Dehnung reagieren, der Druck im rechten Vorhof steigt. Das Blutvolumenregelungssystem wird so falsch informiert, da es sich nicht um eine Steigerung des Blutvolumens, sondern nur um eine Umverteilung handelt. Trotzdem wird durch die Fühler im rechten Vorhof eine Zunahme des Blutvolumens gemeldet. Dies führt nun zu folgendem:

Freisetzung eines atrionatriuretischen Faktors (ANF): über den Vorhof wird Natrium als Kochsalzbestandteil über den Harn ausgeschieden, es kommt zu einer besseren Durchblutung der Nieren und damit einer Mehrauscheidung von Urin

Abgabe des antidiuretischen Hormons (ADH) wird vermindert, was über die Nieren zu einer vermehrten Ausscheidung führt

Mehrarbeit des Herzens durch Vergrößerung des Schlagvolumens

Verschiebung des Zwerchfells nach oben

Verkleinerung des Brustkorbs bei zunehmendem Druck


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