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Lexikon für Taucher


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Essoufflement

Das Essoufflement ist einer der wichtigsten Ursachen der Kohlendioxidvergiftung. Sie entsteht durch eine Verlagerung der Atmung in den Bereich der inspiratorischen Reserve, es entsteht eine Tot-Raum-Atmung.

Entstehung: Mit zunehmender Tiefe steigt die Dichte der Atemluft. Die Luft wird zähflüssig, aus der laminaren Strömung im Bereich der Bronchiolen wird eine turbulente Strömung, die noch durch einen Unterdruck verstärkt wird. Hierdurch, und auch durch die Erhöhung des Atemvolumens (Arbeit unter Wasser) erhöht sich die Atemarbeit, die Atemmuskulatur ermüdet. Dies führt zu einer flacheren Atmung, es wird gehechelt und nicht genügend ausgeatmet. Die Kohlendioxidkonzentration steigt, es kommt zum Lufthunger und zu einem Atemreflex. Begünstigt wird das Essoufflement noch durch vermehrte Anstrengungen unter Wasser, einen zu engen Anzug, einen hohen Atemwiderstand des Lungenautomaten und nicht ausreichende Kondition.

Ursachen können sein:

* Angst

* Mangelnde Kondition

* Zu viel Blei

* Überanstrengung durch zu hohes Schwimmtempo, Strömungen

* Erschöpfung

* Defekte an Atemregler oder Tauchgerät (Flasche nicht vollständig geöffnet, Atemregler falsch eingestellt)

* Zu enger Anzug oder Jacket


Anzeichen und Symptome des Essoufflements;

* schnelle Atmung

* mangelnde Ausatmung bei voller Lunge (kleine ständige Bläschenkette)

* hektische Bewegungen

* starrer, angstvoller oder unkonzentrierter Blick

* Panikanzeichen, plötzlicher panikartiger Aufstieg nach oben, ständiger Blick nach oben

* Bewußtlosigkeit


Maßnahmen beim Feststellen von Essoufflement:

* Anstrengungen unterbrechen

* Partner halten und höher tauchen

* Blickkontakt und Beruhigung

* Atmung verfolgen, eindringlich ok abfragen

* UW - Zeichen "Essoufflement", Ausatmen andeuten

* Austauchen, selbst bei Beruhigung des Partners

* Verhinderung eines Panikaufstiegs, evtl. über Wasser versorgen

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