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Ertrinken
Ertrinken ist im laienhaften Sprachgebrauch der Tod im Wasser schlechthin.Es handelt sich um einen Erstickungsvorgang, bei dem durch das Eindringen von Wasser ein mechanischer Verschluß der
Atemwege erfolgt und damit der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid in der
Lunge verhindert wird. Meist kommt es vorher zu einer Bewußtlosigkeit, bei der das Ertrinken sekundär folgt.Drei Phasen des Ertrinkens:
Die Erregungs- oder Abwehrphase:
Versuch, den Atem anzuhalten. Gelingt dies nicht mehr, dringt Wasser in die
Lungen ein. Der Kontakt mit der Kehlkopfschleimhaut führt zu Hustenanfällen und Luftnot, evtl. zu sofortigem Reflextod oder Stimmritzenkrampf.Die Krampfphase:
Kampf gegen das Wasser, heftige Ein- und Ausatembewegungen, maximale Muskelanstrengungen verbrauchen den Sauerstoffvorrat, CO² –
Partialdruck steigt an, BewußtlosigkeitDie Lähmungsphase:
Alle Nervenreaktionen schwinden, Pupillen erweitern sich,
Atemreflex fällt aus,
Herzrhythmus wird unregelmäßig.Ertrinken in Süßwasser
Süßwasser hat einen geringeren osmotischen
Druck als die
Blutflüssigkeit, es kommt zu einem Übertritt von Wasser in den
Lungenkreislauf und in die roten
Blutkörperchen, die bis zur Kugelform aufquellen und evtl. zerplatzen. Das
Blutvolumen nimmt zu, der Kaliumgehalt (aus den roten
Blutzellen stammend) steigt an und führt zum Tod durch
Herzkammerflimmern.Ertrinken in Salzwasser
Salzwasser hat einen höheren osmotischen
Druck als
Blutflüssigkeit, es kommt zu einem Übertritt von Wasser aus dem
Lungenkreislauf in die
Lungenalveolen. Das
Blutvolumen wird vermindert, in der
Lunge entsteht ein
Lungenödem, das durch Verlegung der Atemfläche zum Tod durch Ersticken führt.© ct_lexikon v1.0 powered by computer-tipps.net
