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Lexikon für Taucher


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Joule-Thomson-Effekt

Der Joule-Thomson-Effekt wurde nach

James Prescott Joule
(* 24. Dezember 1818 in Salford bei Manchester; † 11. Oktober 1889 in Sale (Greater Manchester)

und Sir

William Thomson (dem späteren Lord Kelvin)
(* 26. Juni 1824 in Belfast, Nordirland; † 17. Dezember 1907 in Netherhall bei Largs, Schottland)

benannt, die dieses Phänomen im Jahre 1852 beschrieben.

Dieser Effekt ist von maßgeblicher Bedeutung und Ursache für die Automatenvereisung.

Der Joule-Thomson-Effekt tritt auf, wenn ein reales Gas oder Gasgemisch durch Drosselung und anschließender Expansion (negative Druckänderung) eine Temperaturänderung erfährt.
Hierbei kühlt sich das Gas nach Entspannung hinter der Drossel ab.

Unter den Luftmolekülen werden (schwächere) Bindungskräfte wirksam. Diese sind umso grösser, je näher sie einander sind (hoher Druck). Entspannt sich das Gas, müssen diese Kräfte überwunden werden. Dazu wird Energie benötigt, das Gas kühlt sich ab. Die Stärke der Abkühlung ist abhängig von der Menge der entspannten Luft, dem Ausgangs- und dem Differenzdruck in einer bestimmten Zeit (Strömungsgeschwindigkeit). Dieser Abkühlungsvorgang findet bei Durchströmen eines Gases durch eine Drossel (Druckminderer) an nur einer kleinen Stelle statt. Je grösser die Öffnung, desto kleiner die Zeit für eine bestimmte Luftmenge (Strömungsgeschwindigkeit), desto geringer die Abkühlung.


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