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Tauchen - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 04.09.2006

Verletzungen durch Meerestiere kommen nicht sehr häufig vor und beruhen meist auf Unachtsamkeit des Tauchers oder aber sie rühren daher, daß ein Tier bedrängt wird, in seinem Revier gestört oder gar vorsätzlich angefaßt wird. Die beste Behandlung ist daher die Vorbeugung.

Vergiftungen:
Vergiftungen entstehen meist durch mehrere Gifte, die sich unterscheiden lassen in neurotoxische (am Nervensystem angreifende) und hämolytische (feste Bestandteile des Blutes auflösende). Es handelt sich um Eiweißsubstanzen, die bei Temperaturen über 50°C denaturieren.

Vergiftungen lassen sich unterteilen in Nesselvergiftungen und Injektionen von Giften durch Stiche etc.

Nesselvergiftungen entstehen fast ausschließlich durch Quallen, die gefährlichsten sind die Portugiesische Galeere und die Würfelqualle.

Die gefährlichsten Stichverletzungen sind die der Kegelschnecke und des Steinfischs.

Behandlung von Nesselvergiftungen:
Wichtig ist, die weitere Entladung von noch anhaftenden Nesselzellen zu verhindern. Dies geschieht durch ausgiebiges Spülen mit Meerwasser, evtl. Haushaltsessig und vorsichtiges mechanisches Entfernen durch Pinzette oder Messerrücken.

Weitere Behandlung ist die Überwachung der Vitalfunktionen, ggf. HLW und Transport zum Arzt.

Behandlungen von anderen Vergiftungen:

Bisswunden und Stichverletzungen:
Bissverletzungen sind durch größere blutende Wunden und Schockanzeichen gekennzeichnet.
Maßnahmen: Erste Hilfe, Verbände, Schockmaßnahmen
Bei Stichverletzungen ist es wichtig, die Stachelreste zu entfernen, bei Kalkstacheln (Seeigel) evtl. mit Zitronensaft.

 

Verletzungen durch Meerestiere