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Kritik - Sparte Tauchbasen
Safariboot MY Sharky
Eingetragen am 06.10.2008
Ich wagte noch einmal eine Direktbuchung...
Die Safariboote in Ägypten betrachte ich ja gemischten Gefühlen, da sich hier eine Menge schwarzer Schafe tummeln.
Wer auf einem Safariboot in Ägypten eine Tauchsafari unternehmen möchte, lese dazu meine Tipps und Hinweise:
Tauchsafari Aegypten
Direktbuchungen sind grundsätzlich nur zu empfehlen, wenn man das Schiff und den Eigner kennt und weiß, dass eigentlich alles zur Zufriedenheit verläuft.
Dies ist mir z.B. von der Tutu bekannt und dort wollte ich dann buchen. Schade, Josef hat sein Schiff verkauft und arbeitet nun mit Nasser Ibrahim zusammen und vermarktet die MY Sharky.
Nach dem Versprechen, dass es auf der MY Sharky genau so abläuft wie damals auf der Tutu hatte ich für September 2008 dann eine 10-Tages Tauchsafari auf der MY Sharky gebucht.
Tauchen:
Dass Bettina, eine Freundin von Josef als Guide mit auf dem Boot sein sollte, versprach geruhsame Tauchgänge. Bezüglich des Tauchens herrscht hier die gleiche Philosphie vor, wie damals auf der Tutu ;-)
Ich meine damit, freies Tauchen!
Bettina sieht sich als Guide und Tauchpartnerin, nicht aber als Kindermädchen mit erhobenen Zeigefinger!!
Wer hat schon mal ein solches Brieving erlebt: "...geht erst mal auf 30m und schaut, ob sich tiefer lohnt, dann könnt ihr immer noch auf xx m absteigen." ;-)
Die Tauchzeit wird durch den Luftvorrat begrenzt, also wer kann, der kann auch >90min im Wasser bleiben. Keine Begrenzungen bezüglich Tiefe oder Deko, kein PAID-Gesülze.
Getaucht wird mit 12er, auf Wunsch können auch 15l-Flaschen vorbestellt werden.
Das Boot:
Die MY Sharky ist kein Komfortkreuzer, aber ansprechend und einladend. Die Kabinen sind mit eigener Toilette und Dusche ausgestattet. Eine Aircon ist nicht vorhanden, im Sommer empfiehlt sich zum Schlafen das Deck.
Da die MY Sharky über eine Entsalzungsanlage verfügt, steht immer reichlich Süßwasser zur Verfügung.
Daten:
Eigner: Nasser Ibrahim
Länge: 30 m Breite: 6,5 m
Kabinen: 8 - mit DU/WC Max. Gäste: 16
Generatoren: 2 Kompressoren: 2
Anz. Zodiaks: 1
Sicherheitsausrüstung: 2 Rettungsinseln, Funk, Sauerstoff
Service:
Da die Crew kaum englisch spricht, ist ein näherer Kontakt eher schwierig. Einige sind reserviert, andere recht aufgeschlossen und hilfsbereit.
Nasser, der sich als Eigner die Freiheit nimmt, auch selbst mit zu fahren, ist hilfsbereit und möchte es allen seinen Gästen recht machen. Nasser spricht ein gutes deutsch, da er schon seit vielen Jahren in Deutschland lebt. Ich vermisse die Schach-Partien mit ihm ;-)
Das Essen ist gut und umfangreich, Sterneverdächtig sind die Kuchen!
Insgesamt betrachte ich den Service als gut, aber auch nicht herausragend. Ich meine, wenn ich da an die Crew der Tutu denke :-)
Es sind die Kleinigkeiten...
Der Zodiakfahrer war kaum behilflich beim reichen der schweren UW-Kamera, keine Weisungen für den Ausstieg aus dem Zodiak, diese kleinen Aufmerksamkeiten und der Blick dafür, wenn ein Gast eine hilfreiche Hand gebrauchen könnte.
Vermisst hatte ich ein Bootsbrieving. Ich brauche das nicht, ist ja nicht meine erste Tauchsafari, aber es waren auch Gäste an Bord, die zum ersten Mal eine Tauchsafari unternahmen. Dass ich ihnen das Boot erklären musste, fand ich schon seltsam ;-)
Fazit:
Ein unbedingter Tipp für den eigenverantwortlichen Taucher! Die MY Sharky ist eine der letzten Oasen in Ägypten, die ein freies Tauchen ermöglichen!
Wer kein Luxusboot erwartet, Guidefrei tauchen möchte, dem PAID-Gesülze Magenschmwerzen verursachen, der ist hier unbedingt richtig.
Wer ein Unterhaltungsprogramm oder Guides in bunten Anzügen als Animateure erwartet die einen unter Wasser ans Händchen nehmen, ist hier definitiv falsch!
Anmerkung:
Gefahren wird auch mal bei 7 Beaufort, wer unter Seekrankheit leidet, sollte sich zumindest mit den entsprechenden Medikamenten eindecken.
Und dies führt für mich zur Abwertung des durchweg positiven Eindrucks: Hier (Tauchsafari Aegypten) gehe ich ja auch auf den herrschenden Trinkgeldwahn ein. Ein Trinkgeld ist eine freiwillige Leistung, ein Dankeschön für Leistungen die über das Maß heraus heraus gehen, was eh der Job ist. Wie erwähnt, war der Service ok und das Trinkgeld war angemessen, so um 200 Euronen. Der Kapitän veranstaltete dann einen Zauber wie ein Kleinkind. Das wäre nicht genug und versuchte beleidigt, das Geld irgend jemanden zur Unterstreichung der Unangemessenheit anzudrehen. Würde mich mal interessieren, was passiert wäre, wenn das wirklich jemand angenommen hätte und sie gar nichts bekommen hätten ;-)
Bedingt durch das pupertierende Gehabe des Kapitäns verzögerte sich unser Transfer zum Bus, ein Wehrmutstropfen, der nicht sein musste.
Besser wäre es, sich mal an die eigene Nase zu fassen, warum die Gäste nicht mehr gezahlt haben, oder war nur der Kapitän beleidigt, da er nicht genug einsacken konnte?
Wie ich haben es auch Andere getan, bestimmten aufmerksamen Leuten der Crew individuell neben dem allgemeinen Topf ein Trinkgeld zukommen lassen, damit sich nicht der Kapitän den größten Batzen einsackt ;-)
Leider ist die Domain nicht mehr aufrufbar, die Vermarktung läuft wohl nur noch über www.safari-dive-tours.com
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