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Tauchen - Sparte Praxis
Richtige Flossentechnik - Frog-Kick
Eingetragen am 28.06.2007
Nun, ich gehöre zu der Sorte Taucher, die als Nichtschwimmer das Tauchen erlernt haben. Ich bewegte mich unter Wasser wie eine bleiernde Ente ;-)
Erst meine beste Ehefrau von allen, eine begnadete Schwimmerin und frühere Leistungsschwimmerin hat mir ein wenig Technik beigebracht.
Instinktiv, auch weil es alle so machen, paddelte ich so dahin. Damals bewunderte ich unseren Tauchlehrer, der nur mal kurz einen Schlag mit dem Frog-Kick machte und ich mindestens fünf Schläge machen musste, um bei ihm bleiben zu können.
Selbst als ich die herkömmliche Flossentechnik recht gut erlernt hatte, kostete es mich doch ziemlich Kraft und ab und zu war mal ein Wadenkrampf drin. Meine Muskeln sind für diese Bewegungen einfach nicht ausgelegt ;-)
So erinnerte ich mich wieder an unseren früheren Tauchlehrer und nicht nur an diesen. Überall dort, wo erfahrene Taucher unterwegs waren, paddelten sie nicht mehr, sondern wendeten den Frog-Kick an. Erst recht Höhlen und Wracktaucher, keiner dieser käme auf die Idee, auf herkömmliche Weise zu paddeln, sie würden sich im nu die Sicht vernebeln!
Also machte ich mir Gedanken, was denn die Unterschiede seien, was denn der Vorteil dieses Frog-Kicks ist.
Herkömmlicher Flossenschlag:
So tauchen meines Eindruckes nach ca. 95% aller Taucher. Auch die Tauchindustrie stellt sich darauf mit Optimierungen ihrer Flossen für diesen Flossenschlag ein. Der letzte Auswuchs sind die sog. Splitfins für den untrainierten Zivilisations-Durchschnittsmenschen.
Nur, die Physik lässt sich nicht überlisten! Was passiert hier?
Die Effektivität des Vortriebes hängt von der Form des Flossenblattes, des Verhältnisses Kraft - Elastizität ab.
Selbst unter der Vorgabe der optimalsten Flosse und Technik ist es immer so, dass ein Teil der Wassermassen nach oben und unten abgeleitet wird!
Eine Flosse funktioniert nach dem Prinzip des Rückstoßes. Wird Wasser nach oben und unten abgeleitet, fehlt dieser Rückstoß für den Vortrieb, bzw. ist nur zu einem Teil vorhanden.
Ein Fisch kann bedingt durch seine aquadynamische Form damit leben, ein Taucher aber nicht!
Dazu kommt noch ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt dazu:
Ein mullfreies Tauchen ist auf Grund dessen mit dieser Flossentechnik nicht möglich!
Der Schwall wirkt teilweise bis zu 3m nach unten!
Dies ist sehr schön in unseren Tauchseen, Höhlen oder Wracks zu beobachten... :-(
Frog-Kick:
Dadurch, dass bei dieser Technik durch Verdrehen der Beine die Flossenblätter zueinander gewandt werden, werden die Wassermassen in der Mitte komprimiert und nach hinten abgeleitet. Die gesamte Wassermenge dient dem Rückstoß und wird optimal ausgenutzt und dies auch bei den billigsten Flossen!
Von daher ist der Kraftaufwand bei gleichem Vortrieb deutlich geringer. Dadurch, dass das Wasser ausschließlich nach hinten geführt wird, wird selbst bei höheren Geschwindigkeiten nicht gemullt!
Dazu kommt die Kraft aus den kräftigen Oberschenkelmuskeln, während beim herkömmlichen Flossenschlag auch die oft schlaffen Waden beansprucht werden ;-)
Wenn ich meine Beine leicht zu einem Frog-Kick zusammen führe, macht ein Taucher mit einer guten konventionellen Flosse gut zwei Schläge mit jedem Bein, Nutzer einer Split-Fin zappelt mit gut 5 Schlägen...
Während ich mich bei mäßiger Strömung mit einem kleinen Schlag aus der Fußspitze heraus begnüge, ist unter herkömmlicher Technik Paddeln angesagt...
Der Frog-Kick bietet nur Vorteile! Optimale Kraftausnutzung bei minimaler Gefahr eines Mullens!
Klar, die Technik ist gewöhnungsbedürftig und kann man gerade einem Tauchanfänger in der Ausbildung nicht zumuten.
Traurig finde ich, dass diese hervorragende Technik in weiter führenden Kursen weder von Tauch-Orgs, noch von Tauchscheinverkaufs-Firmen gelehrt wird und nur von den Alten zu den Jungen von Mund zu Mund weiter gegeben wird!
Ein Beispiel aus der Natur:
Robben, Seehunde usw. verwenden mit ihren Stummelflossen eine Abart des Frog-Kick, stellen ihre Flossen gegeneinander, um das sich zwischen den Flossen befindliche Wasser nach hinten zu drücken. Man betrachte mal die Geschwindigkeiten und Effektivität der Fortbewegung dieser Tiere unter Wasser!
Scheinbar bewegen sie sich nicht und schießen durch das Wasser...
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Die VDST Umweltabteilung arbeitet an Leitlinien für umweltgerechte Tauchausbildung. Ich selber bin gerne bereit, jedem Taucher diese und andere Techniken zu zeigen: Meine Tauchschüler benötigen i.d.R. nur 4kg statt 10kg, bei gleicher Ausrüstung und im gleichen Gewässer.
Zuerst einmal: Ich habe meinen Schein bei PADI gemacht. Der Vorteil in diesen Kapitalistsichen Tauchverbänden sehe ich für mich darin das ich ohne sie nicht angefangen hätte zu tauchen. Meine Specialtys mache ich momentan mit SSI. Schließlich will ich mich ja weiter bilden und mehr lernen. Allerdings versuche ich auch mir sachen von erfahreneren Tauchern (ich habe grad mal 20 TG) abzugucken. Diese Seite hier finde ich sehr gut. Muss aber in einer Hisicht wiedersprechen. Ich habe in diesem Jahr einen perfect boyancy Kurs gemacht (SSI) hier wurde mir von dem Tauchlehrer u.a. sowohl der Frog Kick als auch der Delphin oder Modus Schlag (oder wie immer das heisst) beigebracht. Ob das nun am Lehrer oder der Organisation liegt weiß ich nicht. Anmerken muss ich auch noch das ich momentan den Frog Kick noch sehr viel üben muss, daher würde ich zusteimmen das es für einen Einsteigerkurs wenig geeignet erscheint.
Hallo aller seits.
Habe jetzt meinen OWD (SSI) erfolgreich abgeschlossen (6TG), leider bin ich schon mit der Tauchkrankheit infiziert ;)! Habe mich im Netz umgeschaut und mir auch schon Gedanken darüber gemacht, wie es weiter geht. Seit dem schaue ich mir Videos auf Youtube an zb. Hovering Skills und Flossenschläge, da ich Probleme mit meinen Knie habe wollte ich etwas ändern. Der Frog Kick sieht nach meiner Meinung sehr nützlich aus, mach kommt vorwärts, obwohl man knapp über dem Boden ist. Schaut einfach mal auf Youtube rein echt geile Movies. Mfg Andy
Bitte keine Schmähkritiken oder unbeweisbare Tatsachenbehauptungen! Was für Kommentare zu diesem Beitrag gilt, wäre mal besser auch Grundlage für den Beitrag des Autors gewesen.
Frogkick hui, konventioneller Flossenschlag pfui, in summa ein unsachlicher Beitrag mit leider nur geringem Informationsgehalt. Der Haupteinflussfaktor beim Thema Flossen bleibt schlicht und einfach der Taucher. Es gibt Flossen, die für den Frogkick nicht oder nur bedingt geeignet sind und es gibt Flossen, die sind für die Muskulator des Tauchers einfach zu hart. Und es gibt weiche Flossen, mit denen ein geübter Taucher mühelos einem anderen davon paddelt, ohne je zu verkrampfen. Einfacher ist jedoch die externe Schuldzuschreibung, statt das Defizit bei sich zu suchen - in Form eines Eingeständnisses der fehlenden Fitness und der Wahl der falschen Flossen.
Der Frogkick hat klar Vorteile, erlaubt müheloses Tauchen und ist, anders als der Autor es darstellt, keineswegs die natürliche Fortbewegungsart des Menschen. Andernfalls würden nicht besagt 95 Prozent (Zitat des o. g. Wertes), sprich die Masse der Taucher auf konventionelle Weise mit den Flossen schlagen und knapp 100 Prozent der Menschen an Land eine Beinbewegung ausführen, die der des Frogkicks nicht im Geringsten ähnelt. Der Flossenschlag der Tec-Taucher will lange geübt werden, bis er in Fleisch und Blut übergeht und stellt entgegen der obigen Darstellung für den Standard-Tauchgang nicht immer die erste Wahl dar.
Der Frogkick hat seinen Stellenwert und seine Bewandtnis, keine Frage. Hauptantrieb der taucherischen Fortbewegung ist er deshalb aber nicht.
Ups, Jehova ;-)
Wo bei dem Bericht eine Schmähkritik sein soll, oder wo behauptet wird, dass der Frog-Kick die natürliche Bewegungsart des Menschen sein soll, kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Eher das Gegenteil ist heraus zu lesen...
Der Artikel stellt eine Meinung dar, der man sich ja nicht anschließen muss. Aus der echauffierten Reaktion drängt sich mir der Verdacht eines Flossenverkäufers auf, oder dass die Technik nicht beherrscht wird.
Dass die körperliche Fitness bei der Fortbewegung die vielleicht entscheidene Rolle spielt, ist klar, ist aber nicht das Thema des Berichts.
Es geht alleine um die Vorteile des Frog-Kicks gegenüber der "normalen" Fortbewegung. Auch wurde erwähnt, dass man diese Fortbewegung zunächst erlernen muss, weil sie eben nicht normal ist. Und was alle machen, muss längst nicht gut sein ;-)
