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Eingetragen / aktualisiert am 21.08.2008

Nachdem ich mich ja im  August ausreichend über die Macht der Kirche und der Religion in unserem Land ausgelassen habe, siehe dazu auch Christlicher Religionsstaat Deutschland     Kirche und Glauben
möchte ich mich hier dem Tabuthema Religion im Allgemeinen zuwenden. Ich oute mich als Atheist, für mich ist Religion völlig irrational. Religion bedeutet Stillstand und steht der Entwicklung und dem Fortschritt entgegen. Religion hat für mich nichts als Unheil über die Welt gebracht.

Würde ich an die heilige Teekanne glauben, die auf einer Umlaufbahn um die Sonne kreist, die man aber selbst mit dem stärksten Teleskop nicht sehen könnte, würde man mich für bekloppt halten. Würde man das aber jeden Sonntag über Jahrhunderte hinweg verkünden, würden das irgendwann millionen glauben und dann hieße das Religion.
Ich bin ein Gegner der Religion.
Sie lehrt uns damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen.
Richard Dawkins
Was hat uns die Religion gebracht? Ich weiß zumindest, was dann nicht passiert wäre.
Die Twin Tower würden noch stehen, keine Selbsmordanschläge, Hexenverfolgung, Kreuzzüge, Blutbäder unter Volksgruppen, Ehrenmorde, Palästina-Problem, Auslöschung von Völkern, Judenverfolgung usw.

Über das Thema Religion könnte man ein ganzes Buch schreiben. Nun, dazu fehlt mir das schriftstellerische Talent. Just viel mir gerade das Buch Der Gotteswahn von Richard Dawkins in die Hand. Dieses Buch richtet sich an den Atheisten ebenso wie an den gläubigen Menschen und behandelt diese auch mit dem notwendigen Respekt. Dawkins ist in seinem Buch in keiner Weise beleidigend, sondern er argumentiert. Er argumentiert, warum es sich seiner Meinung nach bei der Religion um eine Art Wahn handelt. Er geht auf die Argumente Pro-Religion ein und führt diese auf logischer Weise Ad absurdum. Er zeigt auf, wie die Meinungsfreiheit im Namen der Religion eingeschränkt wird, wie andererseits Randgruppen im Namen der Religion beleidigt werden dürfen und das mit richterlicher Absegnung zumindest in den USA.
Ich nenne es Gehirnwäche, Dawkins spricht von der Indoktrination unserer Kinder. Er geht auf Religion und Moral ein und argumentiert logisch, warum es mit ziemlicher Sicherheit keinen Gott gibt.

Ein wahrhaft mutiges Buch in dieser Religionsregierten Welt.
Wie Dawkins bin auch ich der Meinung, dass sich die Atheisten, insbesondere die Elite in Wirtschaft und Politik zunehmend outen sollten. Ich persönlich glaube ja nicht, dass sich an dem Zustand in der Welt etwas ändern wird, aber wer weiß...

Anmerkung:
Kritiker meinen, einen tatsächlichen Gottesbeweis zu führen, an dem keine berechtigten Zweifel mehr angebracht wären, ist bislang niemandem gelungen, auch Dawkins nicht. Das Umgekehrte freilich gilt gleichermaßen!
Und was ist mit meiner heiligen Teekanne? ...das kann mir auch keiner widerlegen!
Dies hat Dawkins für sich auch nicht wirklich in Anspruch genommen. Er spricht von der logischen Unwahrscheinlichkeit, dies hier auszuführen wäre zu viel, man lese einfach das Buch.
Das ist aber in meinen Augen nicht der springende Punkt. Viel wichtiger sind für mich die Auswirkungen der Religion auf unser tägliches Leben und Verhaltensweisen. Erklärungen der Ursachen der Religiösität, dass es sich um eine psychische Dysfunktion handelt, scheint mir zwar plausibel, aber das mag ja jeder für sich ausmachen.

Mir ist es ziemlich egal, ob es einen Gott gibt oder nicht. Wenn es dann den unwahrscheinlichen Gott gibt, ok, aber das rechtfertigt jedenfalls nicht so viel Ungemach über die Welt zu verbreiten.

Auch klar, dass dem Herrn Dawkins in dieser Religionswelt richtig Gegenwind entgegen bläst ;-)

 

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