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Reisen - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 11.01.2015

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Nach der Motorradtour ist dann Relaxen bei Tagesausfahrten um Phuket und auf einer Tauchsafari zu den Similans angesagt.

 Allgemeines zum Tauchen um Phuket

Die Tauchplätze liegen mehr oder weniger in einer Bucht, die sich von Phuket bis fast Koh Lanta zieht und dem Festlandssockel zuzurechnen und mit Tiefen um 40m, manchmal mehr, eher flach zu nennen ist. Folglich findet hier kein ausreichender Wasseraustausch mit dem Ozean statt und die Gezeiten sorgen duch die für ein Meer geringe Tiefe für Aufwirbelungen, die die Sicht durchweg beeinträchtigen. Die Sichtweiten liegen gemittelt zwischen 5 und 15m, manchmal selten auch 20m.

Die sehenswerten Tiefen der Tauchplätze liegen max. um 25m. Es gibt kleine Steilwände und sehr interessante Steinformationen, die sehr schön bewachsen sind. Ein Wunder für mich,  dass die großen Fächerkorallen immer noch stehen. 

Bis auf die in großen Schwärmen vorkommenden kleinen Fische, macht sich der Fisch und auch Kleinzeugs eher rar. Es gibt eigentlich alles, vom Barrakuda, Turtle, Sepien in Schwärmen, Haie und auch Kleinzeugs fast alles, nur weniger und man muss seine Augen auf halten.

Fotografieren

Auf Grund der Sichtverhältnisse sind Aufnahmen von Panoramen kaum möglich. Angesagt sind eher Makros oder Aufnahmen aus der Nähe von Lebewesen oder Korallen. Für den ambitionierten Fotografen lohnt sich der Transport einer großen Fotoausrüstung eher nicht.

Schwierigkeitsgrad Tauchen

Die Orientierung ist bedingt durch Wände oder der Formationen recht einfach. Bei Voll- oder Neumond können zu bestimmten Zeiten teils recht heftige Stömungen auftreten,  die aber recht begrenzt sind. Die Tauchplätze sind daher auch für ungeübtere Taucher geeignet.

Fazit

Die Tauchplätze sind durchweg als nett und hübsch anzusehen. Wer allerdings die Tauchplätze Indonesiens kennt, für den lohnt sich ein Tauchurlaub hier eher nicht. Zielgruppe dürfte eher der Thailandreisende sein, der nebenbei noch ein paar schöne Tauchgänge ohne erhobenen Anspruch verbringen möchte. 

Tauchflaschen

16. Tag - 20.12.2014
Tauchen mit den Sea Bees...
Den Basenbericht findet ihr hier: Sea_Bees_Phuket_Thailand

Zu Shark-Point und Anemone-Reef. Nicht so pralle Sicht, nicht viel Fisch, allerdings war ich vom Bewuchs beeindruckt.  Hätte ich nicht gedacht, Am Shark-Point standen sogar noch riesige Fächerkorallen und das bei der Masse an Tauchern.

Meer

Der Teichmeister war wieder göttlich, endlos labern über Standards und dem Tauchplatz. Aber wichtige Dinge zum Tauchgang im Brieving nicht erzählen. Z.B., dass man sinnlos ohne Grund an der Oberfläche gegen die Strömung nach vorne zum Seil paddeln soll, um dort abzutauchen. Was ich natürlich nicht gemacht habe und er dann beleidigt war...

17. Tag - 21.12.2014   Karte: google.com
Heute war mit 6:30 frühes Aufstehen angesagt, da die Tour heute recht lang wurde. Es ging u.A. zum "The Beach",  "Leonardo" fehlte allderding ;-)

The Beach

Sieht genauso aus wie im Film, nur mehr Rummel. 

Die Tauchgänge waren klasse, gerade der Dritte. Ne völlig coole Turtle,  Barrakudas und eine tolle Landschaft. Leider fiel wetterbedingt der Nachttauchgang aus. War aber nicht ganz so schlimm, da es so dunkel wurde, dass es ein Dämmerungstauchgang wurde und die ersten Viecher verdattert wach wurden. Die ganze Heimfahrt hat es nur gepladdert ung geblitzt. Manno,  die Regenzeit ist doch vorbei...

18. Tag - 22.12.2014   Karte: google.com
Die gleichen Tauchplätze wie am 16, nur gab es dieses Mal etwas Strömung, von daher war die Sicht nicht wirklich prall. Nett war der Schwarm Barrakudas und die Sepien. Interessant, wenn eine Seeschlange eine Muräne vertilgt. Das Wetter ist immer noch nur einfach grau.

19. Tag - 23.12.2014

Schlechtes Wetter, kabbeliges Meer.
Wie kann man nur Anfänger und Ausbildung mit erfahrenen Tauchern auf ein Boot packen?
Also wurden Plantschplätze angefahren.  Beim ersten Tauchgang gab es so gut wie nichts zu sehen, dafür aber keine Sicht :-o
Beim 2. Tauchgang hatten wir wenigstens eine tolle Sicht und mit großen Fledermausfischen und Steinfischen hatten wir auch was fürs Auge. Ich führe ja kein Logbuch mehr, aber diese Mal wurde mal wieder geloggt.
Der sogenannte Guide war so was von einer Oberpfeife! Paddelt ohne Sinn und Verstand durch die Gegend ohne auf seine Tauchpartner zu achten, beschließt ohne zu fragen aufzutauchen. Zeigt nichts und wenn wir mal etwas betrachten wollten,  haut der einfach ab. Das Lustigste kam auf dem zweiten Tauchgang, da hat der sich so was von vertaucht, dass wir 150 m vom Boot entfernt auftauchten.
Vorher waren wir ewige Zeit auf 5m, dann taucht der auf 10m ab und paddelt ins Blauwasser. Das Boot war an einer Moring fest, was macht die Pfeife? Setzt ne Boje!
Als wenn die das Boot los machen würden,  vor allem, da noch Taucher im Wasser waren. Ich dachte mir, Arsch lecken, auf 3m abtauchen und hin paddeln. Ich hatte auf der Basis gefragt, was wir für den Tauchtag bekommen würden, ein Witz, dafür Geld bezahlen zu müssen.

Ganz praktisch am Ende der Tagesausfahrt war, die Tauchkisten kurz auf die "Marco Polo", so kann gleich die Überfahrt zu den Similans beginnen. Dachten wir...
Das Wetter wurde ein wenig wild und die Überfahrt wurde auf Morgens 5 Uhr verlegt.

20. Tag - 24.12.2014   Karte: google.com
Nach einer mehr als kabbeligen Fahrt sind wir auf den Similans angekommen. Die Entscheidung,  erst heute morgen zu fahren,  war schon richtig. Ich halte diese Schiffe eh nicht für wirklich seetüchtig, was ja auch auf unserer Rückfahrt bewiesen wurde. Siehe unten und in meinem Basenbericht über die Marco Polo.

Marco Polo
Foto: Uli Lang

Gleich dann den ersten Tauchgang am Nr. 5 KoHaa gemacht. Landschaftlich nicht so Hit, es ist viel kaputt und wenig Fisch. Für die Neuen der Eingewöhnungsplatz.  War etwas konfus...
Unser Guide tat mir echt leid, ein Pärchen war völlig daneben. Er haut von ihr ab, dann zusammen völlig rücksichtslos.  In einer 6er Gruppe geht so etwas gar nicht.
Überhaupt, von den 14 Gästen waren etliche Anfänger und noch Kinder dabei. Da war ich mal gespannt ;-)
Zumindest dürfen wir die nächsten Tauchgänge ohne Guide raus, da wird es auf jeden Fall entspannt. 

Similans

21. Tag - 25.12.2014   Karte: google.com
Tauchplätze 5 und 7, ich spare mir die Namen, die sagen mir eh nichts und die Nummern sind bei allen gleich.
Ok, 7 ist die Donald Duck Bay, benannt wegen dem Felsen, kennt jeder...

Similans Donald Duck

Wie versprochen,  durfte meine U. und ich alleine los, das war ein richtig entspanntes tauchen ohne dass man sich um irgendwem kümmern oder achten musste. Am Ende der Tauchgänge hatten wir uns dann irgendeiner Gruppe angeschlossen um uns wegen der anschließenden Häkelei des Seils das Aufblasen der Boje zu ersparen. Das Gezappel der Anderen hatte auch einen Unterhaltungswert und verkürzte subjektiv den Sicherheitsstop im Freiwasser :-)

Heute war mir glatt nach Nachttauchgang, selten genug, somit hatte ich heute ausnahmsweise mal 4 Tauchgänge gemacht.
Ich weiß nicht, ob es zu Tauchplätzen noch viel zu Schreiben gibt. Similan-typisch zeichnen sie sich durch geile Felsfomationen mit Überhängen und Durchgängen aus. Dazwischen Korallenblöcke oder einzelne große Fächerkorallen und die geile Sicht muss nicht noch extra erwähnt werden.

Eine Besonderheit auf Tauchgang 3 war eine Höhle, voll mit riesigen Lobstern und dass in diesem Moment Ulrikes ActionPro7 abgesoffen ist :-(

22. Tag - 26.12.2014   Karte: google.com
Tauchplätze Nr. 9, Koh Ban und Koh Tachay (Tauchplatz Twin Peaks) als nördlichste Insel.
Koh Tachay ist ein unbedingtes Highlight. Eine flache Steinformation, beginnend ab 15m fällt nach allen Seiten herrlich bewachsen in Stufen ab. Da es hier recht heftig wehen kann, ist hier Fisch ohne Ende.
Wir hatten einen Manta, der ganz dicht mehrmals an uns vorbeizog, dazwischen Thunas und große Makrelen. Das war einfach nur geil! !
Auf Grund der oft vorkommenden starken Strömung ist der Tauchplatz Anfängern nicht unbedingt zu empfehlen.

Koh Tachay

23. Tag - 27.12.2014   Karte: google.com
Start um  2 Uhr zum HighLight Richelieu Rock als nördlichsten Tauchplatz und um 6:30 der erste Tauchgang. Das frühe Aufstehen hatte sich echt gelohnt. Als wir unseren ersten Tauchgang beendet hatten und beim Frühstück saßen, kamen die ganzen anderen Tauchboote. Ich glaube, teils waren um die 200 Taucher an dem kleinen Platz im Wasser. Das war wie ein Whirlpool :-)
Hier ein Dankeschön an Mike für seine Planung, dass wir den Platz bei den 4 Tauchgängen für uns alleine hatten.

Der Richelieu Rock ist eine kleine hufeisenförmige Felsformation inmitten einer Wüste aus Sand im Umkreis von zig Kilometern. Bei Ebbe lugt der Rock einen halben Meter aus dem Wasser, ansonsten ist er nicht sichtbar. Der Rest des Riffs reicht bis max. 4m unter der Wasseroberfläche.
Der Richelieu Rock steht den Gezeiten irgendwie im Weg, von daher können hier recht starke Strömungen auftreten.
Dies aber wiederum bedeutet,  dass sich alles an Fisch aus der Umgebung hier trifft.
Die toll mit Korallen bewachsenen Felsfomationen und die Schwärme an Fisch sind schlicht imposant.Riesige Fledermausfische in Schwärmen,  Sepien,  Barrakudaschwärme u.s.w.
Der 4. Tauchgang war dann so was von Hammer. Der Blick von unten nach oben an der Ostseite der untergehenden Sonne entgegen, das Tauchen inmitten eines riesigen sich drehenden Makrelenschwarmes, das hatte etwas von der Serie "Der blaue Planet". Tja, mit dem Walhai hat es nicht geklappt, das wäre dann aber auch wirklich zu viel gewesen ;-)

Sonnenuntergang über dem Meer

Um 18:15 dann wieder die Rückfahrt zur Insel Tachai zum Übernachten.

24. Tag - 28.12.2014   Karte: google.com
Die Tauchplätze Koh Tachai, Koh Ban und als oberste Similan-Insel Koh Bantan, die Nr 9.
Bei Koh Tachai hats wieder mal gezogen, ging aber. Dieses Mal sind wir vom Riff Richtung Norden gegangen. Die Ecke ist recht unschön und ziemlich kaputt, aber irgendwo muss man ja austauchen. Entschädigt wurden wir allderdings mit einem riesigen Manta, als wir durch das Blauwasser Richtung Boot tauchten.

Sonnenuntergang

Übernachtet hatten wir am Donald Duck-Felsen mit einem Landabstecher auf die Insel. Von oben sieht die Bucht einfach traumhaft aus.

Similans Donald Duck

Die Insel ist bewohnt und in einem Tümpel kann man mit Glück Warane beobachten. Interessant all die Schilder, man möge keinen Unrat hinterlassen, aber die Bewohner machen eine Müllkippe aus der Insel.

Einwohner

25. Tag - 29.12.2014   Karte: google.com
Letze 2 Tauchgänge, vom Donald Duck Felsen zum Elephant Head und Nr. 5

Der Elephant Head ist ein Felsen der von oben aussieht wie? Richtig... ;-)
Das Interessante am Elephant Head ist, dass er durchlöchert ist wie ein schweizer Käse und durchzogen von Kanälen. Das ist schlicht irre, durch die ganzen Gänge kreuz und quer hindurch zu tauchen.
Auch von außen ist die Landschaft bei der guten Sicht schlicht grandios.
Bei starken Gezeiten und Wellengang muss man ein wenig aufpassen, dass es einen nicht durch die Löcher jagt. Der Elephant Head ist einfach einer der besten Tauchplätze auf den Similans.

Den letzten Tauchgang hatten wir dann an Nr. 5 durchgeführt. Einzelne toll bewachsene Korallenblöcke im Sand. Nichts besonderes, aber mal so richtig entspannt. Im Anschluss hieran begann dann gleich die Rückfahrt, allerdings weniger entspannt.

Pucki

Wie ich bereits vorher andeutete und eine Entscheidung gegen die Marco Polo vor 11 Jahren war, ist, dass ich sie nicht für wirklich seetüchtig halte. Zu schmal, zu hoch und der Rumpf vorne zu flach wenn der auf das Wasser klatscht. Ich bezweifelte und das wurde ja nun auch belegt, das Schiff hält kein schweres Wetter aus.
Lest hierzu auch meinen Basenbericht: Sea_Bees_Phuket_Thailand
Das Wetter schlug um und es wurde recht kabbelig mit Wellenhöhen um 2,5 m. Eigentlich nichts Besonderes, aber da die Andamanensee nicht sonderlich tief ist, sind die Wellen wie in der Ostsee recht kurz. Ich kann mich noch genau an die zwei Wellen erinnern, die etwas höher waren. An statt dass der Schiffsführer -Kapitän mag ich nicht sagen- mal vom Gas geht, nimmt der die volle Pulle. Der Rumpf knallte aus mehreren Metern Höhe in das kurze Wellental um gleich von der Nächsten erwischt zu werden. Mann, hat das geknallt und gescheppert :-)
Mir fiel gleich die Kursänderung Richtung Land auf, als es an Bord leicht hektisch zu ging. Wahrscheinlich hatte der Rumpf einen mitbekommen und die Lenzpumpe konnte das eindringende Wasser nicht mehr bewältigen. Na ja, ging ja gut und ein wenig Abenteuer gehört dazu ;-)
Leid tat mir die nächste Gruppe, die nicht pünktlich los fahren konnte, da die Marco Polo in die Werft musste...

Angefahren hatten wir dann Patong, von wo aus wir mit dem Taxi zu unseren Hotels gebracht wurden.

Patong

26. Tag - 30.12.2014
Wir durften unser Zimmer noch bis 14:00 Uhr behalten und am Pool herum lungern. Um 15:30 dann der Transfer zum Flughafen und die Odyssee beginnt. Erst der Inlandflug nach Bangkok, dann eine Stunde Tranfer im Bus zum Flughafen Suvarnabhumi, anschließend über Dubai wieder nach Amsterdam. Alles hatte Verspätung und ich bekam schon Herzklopfen, unseren Flug nach Hause nicht zu verpassen. Aber ging ja gut.

warten

Warum nur wurde noch nicht das Beamen erfunden :-o
Fast vier geile Wochen finden so ein Ende...

 

Reisebericht Thailand 2014 Part III Tauchen