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Fotografie - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 14.10.2010

Was nützt mir eine hochauflösende Cam, wenn ich nichts davon habe? Schließe ich meine hochauflösende Sony per HDMI an mein TV an, haut mich die Schärfe glatt vom Sockel.
Ich möchte aber meine Filme Schneiden, Vertonen und sonstwie bearbeiten und dann auf meinem TV oder Compi hochauflösend betrachten. Da beginnen die Probleme...
Lest die Nachfolgenden Tipps und Hinweise, die Qualitäts-, Schnitt- und Konvertierungsprobleme haben ein Ende!

AVCHD, AVI, m2ts, H.264 und WMV

In hochauflösenden Camcordern setzt man das  AVCHD (Advanced Video Codec High Definition) Aufzeichnungsformat ein. Dies  wurde gemeinsam von den Unternehmen Matsushita (Panasonic) und SONY entwickelt und verwenden den H.264/MPEG-4 AVC-Codec.
U.a. bei SONY erkennbar als m2ts-Dateien in ihren Camcordern.
Wer nicht gleich ne Blu-Ray brennen möchte, da liegt es daher nahe, die m2ts-Dateien nach dem Bearbeiten in mp4-Dateien zu Konvertieren oder in AVI-Container zu packen.

Das Ergebnis war der schlichte Horror!

Die Filme ruckelten und es bildeten sich nervende Artefakte! Experimentieren mit Bitraten, sonstigen Einstellungen oder unterschiedlicher Software blieben erfolglos. Heraus kam nur Datenschrott, die Filme eigneten sich bestenfalls fürs Netz.
Dafür kaufe ich doch keinen HD-Camcorder, enttäuscht und genervt probierte ich nun Pfade abseits des Üblichen aus und siehe da, die Lösung ist kaum erwartet ;-)

WMV (Windows Media Video) ist das Zauberwort!


Ich konnte es kaum glauben, aber mit diesem von mir fast vergessenen Format sind die besten Ergebnisse zu erzielen!

Systemvoraussetzungen, Software und Einstellungen m2ts-Dateien hochauflösend in WMV zu konvertieren

Systemvoraussetzungen:

Über 4GB, besser noch 8GB RAM ordentlich getaktet solltet ihr schon verfügen. Selbst dann dauert eine Konvertierung Stunden für 1 Stunde Film, Qualität hat halt ihren Preis. Mit ordentlich RAM könnt ihr aber normal weiter arbeiten.

Software:

Adobe Premiere, Vegas Movie Studio Platinum 9.0, iMovie HD, Nero 7/8/9, Pinnacle Studio, Grass Valley EDIUS, Corel Ulead Videostudio, Magix Video Deluxe, Final Cut Pro...
Ich empfehle Magix Video Deluxe, kostet zwar und die Codecs müssen für ein paar Euro extra bezahlt werden, dafür besticht das Programm aber mit Einfachheit im Videoschnitt und bietet ungeahnte Möglichkeiten.

Einstellungen:

Final für zu Hause:

VideoFormat: Windows Media Video 9 (WMV) 1080p
Bitrate-Modus: Variable Bitrate, Maximalwert, 2-Pass
Bitrate/Qualität: 12 Mbps
Max-Bitrate (Peakbitrate):  12 Mbps

Für Online-Plattformen:
Wie z.B. YouTube wählt ihr es etwas kleiner:
Die Bitraten sind zwar etwas zu hoch, aber nach dem Umrechnen auf den Servern entstehen Verluste. Sind die Bitraten zu klein, kommt hier nur Schrott raus.

VideoFormat: H.264 (mp4)
Bitrate-Modus: Variable Bitrate, Maximalwert, 1-Pass
Bitrate/Qualität: 6 Mbps
Max-Bitrate (Peakbitrate): 10 Mbps

Eigene Homepage:
Wer über eine eigene Homepage verfügt, genug Platz hat und über einen Flash-Player auf dem Server verfügt, wandelt die große Datei gleich ins Flash FVL-Format um. Achtet hier auf die die Ausgabe 780p und das Bildformat, zumeist 16:9.

 

 

 

 

 

 

 

 

Problem m2ts69Dateien schneiden und exportieren