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Fotografie - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 19.02.2010

Ein Portrait einer Person wirkt nur, wenn das Gesicht, bzw. die Person frei gestellt ist. Das Gesicht oder die Person soll scharf dargestellt werden, während der Hintergrund unscharf sein soll.

Bei Speigelreflexkameras ( DSLR ) stellt sich dieses Problem aus physikalischen Gründen zumeist nicht, man wählt für Portraits einfach eine kleine Blende.
Aber manchmal, wenn es denn sehr hell ist, muss man die Blende herauf setzen und vergrößert damit den Schärfetiefenbereich, d.h. das gesamte Bild wird scharf dargestellt.
Kompaktkameras haben auf Grund der kleinen Brennweite von Haus aus einen großen Schärfetiefenbereich, hier ist eine Freistellung oft schwierig.

Wie ihr lesen könnt, meinen Fotografen hier unter dem Begriff Freistellen etwas anderes, als bei der Bildbearbeitung, wenngleich ich hier die gleiche Technik einsetzte.
Wer sich intensiv mit dem eigentlichen Freistellen beschäftigen möchte, hier der kurze Weg: www.drweb.de/magazin/photoshop-techniken-zum-freistellen.../

Hier ein einfacher Trick, wie man mit Photoshop Tiefe und Plastizität in eine Potraitaufnahme zaubert.

Zunächst sollte das Bild in der Weise bearbeitet sein, dass das Model oder der abgelichtete Mensch gut herüber kommt. Lest dazu auch:
Beauty_Retusche_Photoshop.html

Zum Vergrößern der Bilder bitte klicken
OriginalbildWenn das Model in der Weise vorteilhaft bearbeitet ist, beginnen wir mit der Freistellung.

Das Ausgangsbild (links), das Gekrackel im Hintergrund verwirrt.
 

Dadurch, dass die Linien scharf dargestellt werden, geht die Wirkung des Models teils verloren. Wird lediglich das Model scharf gestellt und der Hintergrund wird leicht unscharf dargestellt, kommt das Model richtig plastisch zur Geltung.

1. Schritt:
Über Ebene/Ebene duplizieren erstellen wir eine weitere Ebene. Mit dem Lasso-Werkzeug markieren wir die Teile des Bildes, hier das Gesicht, was später scharf dargestellt werden soll.

2. Schritt:
Über Auswahl/Auswahl umkehren wird nun der Bereich bearbeitet, der sich außerhalb der ursprünglichen Markierung befindet.

3. Schritt:
Über Filter/Weichzeichnungsfilter/Gaußscher Weichzeichner... machen wir den Hintergrund unscharf.

4. Schritt:
Über Auswahl/Auswahl umkehren bearbeiten wir nun den scharfen Bereich. Das Model ist nun zwar freigestellt, aber das Bild wirkt hart, die Kanten sollen weicher verlaufen. Hierzu wählen wir Auswahl/Kante verbessern... Hier müsst Ihr ein wenig mit den Schiebereglern spielen. Der Übergang sollte nicht zu hart sein, sondern etwas weich in dem Hintergrund übergehen.

5. Schritt: freigestelltes BildNachdem ihr über Ebene/Auf eine Ebene Reduzieren das Bild auf eine Ebene reduziert habt, speichert Ihr das Bild dann anschließend ab. Bei mir sieht das fertige Bild dann so aus, siehe Bild links.

 

 

Tipp

Diese Technik solltet Ihr euch verinnerlichen, denn sie gehört mit zu den Grundlegenden Techniken von Photoshop. Das Arbeiten mit Ebenen und Freistellen...
Wendet man z.B. den Filter "Bewegungsunschärfe" an, kann man Geschwindigkeit bei Autobildern hineinzaubern oder ein Model im Sturm erscheinen lassen.
Auch ist es manchmal lustig, andere Filter einzusetzten, z.B. die untere Ebene entfärben und nur das Objekt farbig darstellen. So lassen sich sehr kunstvolle Bilder gestalten.

 

 

 

Portraits freistellen mit Photoshop