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Eingetragen / aktualisiert am 17.03.2015

Wenn Betreuungstellen der Städte und Gemeinden, Pflegedienste und Gerichte Hand in Hand arbeiten.

Grundsätzlich:
Ich finde es durchaus richtig, dass der Unterhalt eines Pflegebedürftigen zunächst einmal aus dem bestehenden Vermögen gedeckt wird. Ebenso richtig, dass Unterhaltspflichtige einen Obulus zu leisten haben. Unangenehm, aber nun einmal Gesetz, dass Schenkungen innerhalb einer 10 Jahresfrist zur Deckung des Unterhalts zurückgefordert werden können.
Auch richtig, dass zum Schutze eines Pflegebedürftigen notfalls, falls niemand Anderes bestimmt ist oder Angehörige vorhanden sind, der Staat eingreifen und eine Betreuung einleiten muss.

Was für mich aber gar nicht geht:
Das Willenserklärungen in Form von Patientenverfügungen übergangen und unverhältnismäßige Forderungen gestellt werden. Dass dabei gerichtlich sanktioniert Gewalt und Freiheitsberaubung mit Körperverletzung angewandt wird. Dass Vermögen förmlich abgezockt wird!

Richtig, ein Betreuer muss Rechenschaft ablegen, Einweisungen und Entmündigungen, äh sorry Betreuungen können nur durch ein Gericht bestimmt werden.
Was aber ist, wenn die Stellen zusammenarbeiten und ein Pflegedienst so richtig abzocken kann? Die Frage lautet, was hat ein Betreuer oder der Betreuungsdient einer Stadt oder Gemeinde davon? Ein Schelm, wer Übles dabei denkt...

Diese Geschichte ist schon alt, ich hatte sie auch schon einmal auf einer anderen Plattform veröffentlicht, die leider nicht mehr aktiv ist.
Die Geschichte spielte sich Anfang der 2000er ab, damals hielt man mich unter Verfolgungswahn leidend. Niemand vermochte zu glauben, was sich hier abgespielt hat.
Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wann es war, so um 2007, meldeten sich zwei mal Redakteure bekannter politischer Zeitschriften, die sich die Missstände in der Pflege und auch die oft damit verbundene Abzocke auf die Fahnen geschrieben hatten. Alle Unterlagen hätte ich zur Verfügung gestellt, aber aus den Berichten ist nichts geworden, man erklärte mir, sie seien zurück gepfiffen worden.

Bezüglich Pflege ist die Öffentlichkeit mittlerweile sensibler geworden, immer öfter werden Mißstände veröffentlicht. Auch in Hinblick solch eines Skandals, wie es dem Herrn Mollath wiederfahren ist, habe ich mich entschlossen, die Geschichte meiner Eltern wieder zu veröffentlichen. 

Der geneigte Leser mag mir die Geschichte abnehmen oder nicht...
Ich habe jedenfalls den Glauben an unseren Rechtsstaat verloren und entsprechend vorgesorgt. Schon jetzt ist alles verkauft und wenn es soweit sein mag, habe ich alles Geld verplempert und werde nichts mehr besitzen. Nur dann lässt man mich auch in Ruhe! Das Weismachen der Politik, für das Alter vorzusorgen ist für mich die reine Verarsche!
Nur einige wenige werden sich daran gesund stoßen, wofür man sein Leben lang gearbeitet hat!

Ich kann jeden nur anraten, Haus und Hof frühzeitig seinen Kindern zu überschreiben und Barmittel beiseite zu schaffen.

Meine Betreungsgeschichte

Als meine Mutter 60 wurde, fielen mir auf ihrem Geburtstag einige Veränderungen auf. Klar, man wird tüddelig, aber dies war mehr.
Sie und mein Vater hatten dann jeweils eine Patientenverfügung erstellt und mir eine Generalvollmacht für alle Gegebenheiten des Lebens erteilt.
Leider zu spät, als meine Mutter schon 70 war, hat sie mir ein Konto über 25.000 Euro überschrieben.
Hierüber organisierte ich dann Zahlungen wie Heizung oder sonstige außerplanmäßigen Zahlungen.

Mein Vater war bis zuletzt völlig klar im Kopf, leider Körperlich eingeschränkt. Bei meiner Mutter machte sich die Demenz nun deutlich bemerkbar und ab 80 war sie völlig neben der Spur.

Mittlerweile hatte sie die Pflegestufe 3 aber im Haus war alles organisiert. Von Essen auf Rädern, Gärtner, Reinemachefrau bis hin zum Pflegedienst.
So ging das eine Zeit lang gut, bis der Pflegedienst leider pleite gemacht hatte.

Da beging mein Vater für mich den Fehler seines Lebens und heuerte die Caritas an.
Anmerkung: Ich will nicht alle Stellen dieses Vereins schlecht reden, aber diese in der Stadt meiner Eltern gehört für mich zu der übelsten Sorte.
Schon beim ersten Betreten des Hauses meinte, ich glaube, es war sogar die Leiterin: "Ihr gehört ins Heim!"

1. Akt:

So leierten die Pflegestelle der Caritas dann nach kurzer Zeit heimlich hinter den Rücken meiner Eltern ein Betreungsverfahren für meine Mutter ein. Als für mich als fürsorglichen Besuch getarnt, trudelte dann eine Amtsärztin mit Betreuungsdienst der Stadt und Pflegedienst ein.
Wie gesagt, die Pflege war durch Pflegedienst, anderweitige Hilfen, durch meinen Vater und mich gewährleistet. 
War schon merkwürdig, wie einig sich die Betreuungsstelle der Stadt, Amtsarzt und Gericht damals waren.

Als ich einmal im Urlaub war, schlugen sie dann zu! Innerhalb von nur wenigen Tagen hatten sie einen Gerichtsbeschluss durch und rückten mit Betreuungsdienst, Feuerwehr und Polizei an.
Sie hätten auch klingeln können, denn mein Vater war zu Hause, nein, so konnte sich die Feuerwehr austoben, brachen in das Haus ein und holten meine Mutter aus ihrem Bett. Sie wurde gefesselt und dann in eine Anstalt gebracht.
Dort wurde sie dann 6 Wochen fixiert, wie die Fesselung so schön heisst. Nach dieser Zeit war sie dann völlig gebrochen, eine solche Tortur möchte ich nie mitmachen müssen!
Diese Aktion war für mich völlig überzogen und unverhältnismäßig!
Mit Einspruch gegen den Gerichtsbeschluss war auch nichts mehr, da die Frist für den Einspruch nach meiner Rückkehr abgelaufen war. Ein Verfahren gegen den Beschluss hätte nun natürlich ewig gedauert.

Klar, meine Mutter war neben der Spur, aber in dem Haushalt war für alles gesorgt und sie hatte in ihren klaren Momenten auch noch so etwas wie Lebensfreude. Meine Mutter hätte wirklich gut zu Hause bleiben können. Das war ihr Wille! Die Patientenverfügung fand überhaupt keine Berücksichtigung, statt dessen setzte man ihr, bzw. uns als Angehörigen einen amtlichen Betreuer vor die Nase. Berühmt und berüchtigt, wie spätere Recherchen ergaben!
Und in welches Heim hatte man sie verfrachtet? Natürlich in ein Heim der Caritas, welch ein für mich merkwürdiger Zufall!

Meine Mutter durfte sich den ca. 15 qm-Raum mit einer zweiten älteren Dame teilen und das für 3.000,- Euro (heutig um 4.000) im Monat ohne Essen und Pflege :-(
Ärger hatten sie auch nicht mit meiner Mutter, da sie bis oben hin zugedröhnt war. Die letzten 7 Monate ihres Lebens hat sie wohl gar nicht mehr mitbekommen...

Meine Eltern hatten ein Eheleutekonto, schon am nächsten Tag war das geplündert, respektive aufgelöst! Mein Vater hatte erst mal nichts mehr! Tage später erhielt er dann die Hälfte zurück erstattet, das waren dann ca.  500 Euro.

Apropos Plündern, meine Mutter wollte eigentlich am Tag nach der für mich staatlich angeordneten Freiheitsberaubung und Körperverletzung in ein Kurhotel (mit Pflegerin) und hatte schon den Koffer gepackt. In dem Koffer befanden sich 1.500 Euro die mein Vater selbst hinein gelegt hat. Nicht genug, dass die PflegerInnen laut Aussage meines Vaters die Äppel aus der Schale geklaut hatten, nein, die 1.500 Euro waren auch weg, wer immer von denen, die an dem Tag eingebrochen sind, die geklaut haben...

Gerichte sind langsam, das weiß jeder. So langsam, dass manche Straftäter wieder frei gelassen werden müssen, da sie zu lange in U-Haft waren.
Gerichte können schnell sein, vor allem in diesen Fällen.
Natürlich kamen die dahinter, dass meine Mutter mir ein Konto überschrieben hatte, blöd gelaufen...

2. Akt:

Nur ca. 2 Wochen, nachdem man meine Mutter aus dem Haus geholt hatte, flatterten mir und meinem Vater je 2 Klagen von dem eingesetzten Betreuer ins Haus. Gerichte können wirklich schnell sein...

a) Klage auf Unterhalt
b) Klage auf Rückgängigmachung von Schenkungen.

Man sollte doch annehmen, dass vorher erst einmal eine Forderung zur Sicherung des Unterhalts gestellt wird, nichts dergleichen passierte, es wurde unmittelbar geklagt.
Aber wat denn nu, Unterhalt oder Rückgängig machen der Schenkungen zwecks Sicherung des Unterhalts, aber beides gleichzeitig?
Der Unterhalt war eh nie strittig und wäre auch geleistet worden!

Bei mir war das mit der Schenkung (überschreibung Konto) ja klar, aber aus den 25.000 Euro wurden plötzich 40.000 Euro die man forderte! Auf dem Festgeldkonto hatte ich auch eigenes Geld untergebracht, Fehler...

Dabei hatte die Bank ohne richterlichen Beschluss alle Kontobewegungen nach Umschreibung heraus gerückt! Spätestens hier hätte man aber auch erkennen müssen, dass ICH Geld auf MEIN Konto eingezahlt hatte aber das wollten die auch einkassieren!
Das war MEIN Konto und ohne Anordnung der Staatsanwaltschaft durften die die Daten gar nicht heraus geben!

Bei meinem Vater war das noch schlimmer, von ihm wollten sie 10.000 Euro haben, die er natürlich nicht hatte. Meine Mutter hatte ein paar Jahre zuvor dummerweise das Geld zum Bezahlen von neuen Fenstern an meinem Vater überwiesen, der dann wieder an den Handwerker. Dies wertete man nun als Schenkung!

Gott sei Dank kamen wir aus der Chose heil raus. Mein Vater stellte mir eine Quittung aus, dass ich das Geld zurück gezahlt hätte und nun sei es halt futsch... :-)
Wir haben fürchterlich auf Zeit gespielt und mein/unser Anwalt war echt gut.
Mit dem Tod meiner Mutter löste sich das Problem dann in Luft auf.

 

3. Akt:

Da war ja noch das Haus, da wollte man natürlich dran. So tauchte dann eines Tages eine Amtsärztin bei meinem gesunden und eigenverantwortlich lebenden Vater zu Hause auf, um ihn ohne richterlichen Beschluss zu untersuchen. Mit welchem Ziel? Ein Schelm, wer übles dabei denkt.
Hier sollte unter Missachtung der bestehenden Patientenverfügung wieder mal ein Betreungsverfahren eingeleitet werden.
Mein Vater rief mich dann telefonisch um Hilfe, ich schnell hin und habe die Amtsärztin unter Androhung von Prügeln aus dem Haus geschmissen, my home is my castle!
Sie muss bemerkt haben, dass ich kurz vor einer Kurzschlussreaktion stand weil sie nicht gehen wollte, ich hätte in diesem Fall wirklich die mir artfremde Gewalt angewandt und sie verprügelt, wenn sie nicht gegangen wäre!

So hatte mein Vater dann noch ein paar Jahre Ruhe, bis der Sensenmann dann auch an seiner Tür klopfte. Mein Vater wurde ins Krankenhaus eingeliefert, ich bin dann hin, um mich von meinem Vater zu verabschieden.
Da läuft mir auf dem Gang ein Arzt über den Weg, ich frage nach meinem Vater und es entspann sich ohne Gruss seitens des Arztes folgende Konversation:

"Ach, sie sind der Sohn?"
"Ja!?"
"Ihr Vater hat doch ein eigenes Haus? Wir haben das Betreungsverfahren schon eingeleitet, Sie kennen doch den Herrn M..., den haben wir als Betreuer vorgeschlagen."

Das war ein paar Stunden nach der Einlieferung ins Krankenhaus!
Gott sein Dank entschlief mein Vater ruhig und selig kurz nach meinem Besuch, 1 Woche vor seinem 89. Geburtstag.

Ach ja, die 25.000,-...
Die waren bis dato natürlich wirklich für den Lebensunterhalt und all die Dienste aufgebraucht.
Die kleine Rente meines Vaters hätte für all diese Dinge nicht gereicht und genau dafür war das Geld auch bestimmt gewesen.

Anmerkung:

Mein/ unser Anwalt sprach im Zusammenhang mit unseren Gerichtsverfahren und aus seiner Erfahrungen von einer Pflegemafia in Deutschland. Er hatte noch mehrere ähnliche Fälle zu vertreten die meist nach dem gleichen Muster abliefen. Das Zusammenspiel zwischen Betreungsstellen, Amtsärzten, Pflegediensten und Betreuern. Seltsamerweise immer dann, wenn ein bescheidenes Vermögen vorhanden war.

Jedenfalls hatte er Mitleid und seine Forderung bezüglich der Gerichtsverfahren meines Vaters beliefen sich auf rund 25,- Euro!
Ich habe ihm dann noch 25,- für die Kaffeekasse spendiert...
Jedenfalls hat seine Wortkreation Pflegemafia eine völlig neue Gewichtung für mich erhalten.

Wer hat verdient?

Erst einmal der Betreuer, der hat alles zu Geld gemacht, nützliche Versicherungen gekündigt, deren Kündigung einen Schaden herbeigeführt hatten, aber er erst einmal Geld hatte. Der hatte anschließend zwar keine Arbeit mehr mit meiner Mutter, konnte aber schön Rechnungen schreiben.
Dann besonders die Caritas. Mit der häuslichen Pflege kann man ja nicht wirklich Geld  verdienen. Dadurch, dass meine Mutter sehr schnell in ein Heim der Caritas verfrachtet wurde, konnten sie richtig in meinen Augen gefühlt abzocken!
3.000,- Euro/Monat für 7,5 qm spartanisches Zimmer zuzüglich Pflegeleistung und Kost, das ist für mich in keiner Weise nachvollziebar!

Die riesen Schweinerei für mich ist die gefühlte Tatsache, dass die alle Hand in Hand arbeiten! Was ich mich frage, welches Interesse ein Beamter einer Betreuungsstelle oder ein Amtsarzt hat, bei diesen Aktionen mitzuspielen? Was ich mir dabei denke, schreibe ich lieber nicht in der Öffentlichkeit :-)

Alleinerziehender Vater mit Geld? Ran an das vermeintliche Erbe der Kinder...

Diese Geschichte eines Beamten-Kollegen spielte sich ein paar Jahre später ab, so 2007...
Mal vor dem Hintergrund betrachtet, dass sich jeder vermehren darf, Kinder misshandelt und geschändet werden sowie nicht selten durch Gewalt oder Unterlassung zu Tode kommen.
Das scheint Ämter ja augenscheinlich wohl nicht zu interessieren, wieso auch, ist ja nichts zu holen... :-(

Eigentlich ist es völlig normal, allein erziehende Mutter oder Vater zu sein. Vor allem, wenn jene(r) einen guten Beruf hat und den Kindern alles bieten kann? Selbst wenn nicht, niemand interessiert es...
Im Prinzip ja, aber nur, wenn ihr nix habt und kein Erbfall eintritt.

Dies ist die Geschichte eines Kollegen, Mitte 40, zwei Kinder, um 10 und 15.
Man kann sagen, er ist reich. Seine Eltern hatten mal ein Baugeschäft und bei dem Tod des Vaters fiel so einiges ab. Zudem verwaltete er noch etliche Mietshäuser seiner noch lebenden Mutter, auch hier ist noch was zu erwarten.

Nun lebte er viele Jahre glücklich und zufrieden mit seiner Frau in dem garantiert um 600.000,- Euro bezahlten eigenen Traumhaus, Monatseinkommen um 5.000,- Euro. Eines Tages, bzw. über Nacht entschlief dann seine Frau. Einfach so, ohne Krankheit, kein Mensch weiss warum.
Es dauerte knapp 2 Wochen, da erhielt er Post von der Betreungsstelle/Jugendamt seiner Gemeinde, man wolle den Kindern einen Betreuer vor die Nase setzen. Ohne Begründung oder sonst was!
Wie gesagt, die Kinder lebten in den allerbesten Verhältnissen! Wenn er zur Arbeit ging, kümmerte sich die im Haus lebende Oma, überhaupt, es waren ja keine Kleinkinder mehr.

Mein Kollege kannte ja auch meine Geschichte, so wusste er genau, wie der Hase lief und reagierte entsprechend.
So ging er zur Gemeinde, nix Widerspruch oder Frage, was das soll. Er legte einfach das Testament und den Grundbuchausdruck auf den Tisch und sagte, dass seine Frau arm wie ne Kirchenmaus gewesen war. Alles gehöre ihm und somit hätten seine Kinder auch nichts geerbt, sie können sich ihre Spielchen sparen.

Was war, ohne dass er nur eine Zeile schriftlich verfasst hatte, ist die Sache im Sande verlaufen.
 

 

Pflegemafia in Deutschland