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Blog - Sparte Reisen

Paddeln und Radfahren in Holland

Eingetragen am 19.08.2008

Ein ganz besonderes Schmankerl für die Paddel, Kanu, Kajak und Fahrradfreunde...

WeerribbenFoto links:
Die Bovenwijde bei Giethorn


Das letzte Wochenende hat es mich mal wieder in die Niederlande (Holland) verschlagen.
Hier mal etwas grundsätzliches zu Holland:
Immer wenn ich die Grenze zu Deutschland überquere, kommt es mir so vor, als würde ich ein Schwellenland betreten.
Kaputte Straßen, Schmutz, häßliche Häuser und Gewerbegebiete und jede Menge unansehnlicher Beton.

Nicht so in den Niederlanden (Holland)...
Wenn dort die meisten Industriegebiete schon schöner als etliche Wohngebiete in Deutschland sind, tja, dann stimmt da was nicht.
Vielleicht liegt es an der Mentalität der Holländer. Irgendwie sind sie freier, kreativer und lieben das Gemütliche. Man sieht ihnen ihren Wohlstand an, nachdem sie es geschafft haben, ihre Staatskasse wieder auf Vordermann zu bringen ;-)
Die Niederlander bringen sehr viel Geld für die Infrastruktur und die schönen Dinge des Lebens auf. Sei es im öffentlichen oder privaten Bereich.

GiethoornFoto links:
Giethorn


So findet man unglaublich viel Grün gerade in den Städten und Dörfern vor. Tja, und die Industriegebiete ;-)
Ein absolutes Highlight ist die Infrastruktur gerade für die Fahrradfahrer. Radwege, wovon wir hier nur träumen können und alle ausgeschildert als wären es Autostraßen, von dem guten Zustand mal ganz abgesehen.

Wer das Paddeln liebt und gerne mit dem Kanu oder Kajak unterwegs ist, gerade die Niederlande (Holland) ist hier ein wahres Paradies. In Holland gibt es fast so viele Wasserstraßen wie Autostraßen. Man muss sich keine Gedanken machen, wie der Rücktransport erfolgen soll, da man immer auf unterschiedlichen Wegen seinen Startpunkt erreichen kann.
Irgendwie haben es die Niederländer geschafft, Struktur in ihr Land zu bringen. Dort Wohngebiete, da Industrie, stark getrennt davon die Natur mit Naturschutzgebieten, wo auch ein sanfter Tourismus dank hervorragender touristischer Infrastruktur herrscht. Holland ist trotz hoher Bevölkerungsdichte einfach nicht so zersiedelt wie Deutschland.

Sind die Niederlande an sich schon ein Tipp für Radfahrer und Paddelfreunde, möchte ich hier ein ganz besonderes Highlight vorstellen:

Der Nationalpark De Weerribben

WeerribbenFoto links:
Zuideindiger bei Giethorn


Dies ist mehr oder weniger ein Gebiet von Ossenzijl und Steenwijk im Norden bis hin zur Gegend um Giethoorn mit weiteren Naturschutzgebieten.
Früher war dies ein Torfabbaugebiet, übrig geblieben sind die vielen Seen, Kanäle und Grachten. Die Landschaft wechselt zwischen Seen, Wald, Moor und Feuchtgebieten. An den Rändern liegen dann malerische Orte wie Ossenzijl, Blockzijl, oder inmitten des Nationalparks Kalenberg.
Gerade Giethoorn, auch holländisches Venedig genannt, tut sich hier hervor. Die Häuser sind eigentlich nur mit Booten vernünftig zu erreichen. Dazu ist der Ort fast völlig mit Bäumen überdacht.

Einige wenige Gebiete sind vollends gesperrt, ansonsten führen viele Wander-, Rad- oder Padddelwege durch die traumhaften Naturschutzgebiete. Informationen und Karten bekommt man bein VVV (weitläufig ausgezeichnet auf hellen Schildern mit 3 blauen Vs) in allen Ortschaften.

ZuideindigerFoto links:
Zuideindiger bei Giethorn


Das Paddeln ist ein besonderes Highlight! Man bestimmt die länge der Touren, seien es nur 4 oder 20km. Man könnte sich hier Tage aufhalten und braucht sich keine Gedanken über den Bootstransport machen! Mit dem Kanu oder Kajak stößt man in Bereiche vor, die Wanderern oder Radfahrern verschlossen bleiben.
Etliche kleine und gemütliche Campingplätze z.B. in Giethoorn sind auch am Besten über das Wasser zu erreichen.
Hier ein Infolink: www.npdeweerribben.nl

Freizeit-Tipp:

Giethorn Blues FestivalFoto links:
Die Bühne auf der Bovenwijde bei Giethorn


Im August findet in Giethoorn das Drijf-in Blues Festival statt. Dies ist ein ganz besonderes Erlebnis. Überall spielen Bands in den Kneipen, richtig geil ist das Open Air auf der Bovenwijde, dem nahegelegenen See. Die besten Plätze ergattert man, fährt man mit seinem Boot direkt vor die Bühne, die sich auf dem See befindet.
Zudem ist das ganze Festival auch noch kostenlos!

Dieses Mal war es besondert Eindrucksvoll. Der Mond mit beginnender Mondfinsternis stand bei schönstem Wetter genau über der Bühne!


Wo befindet sich das Ganze? Hier der Link zu Google-Maps:
GoogleMaps

Zur Einstimmung noch eine kleine Diashow als Video mit Videoclips:

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