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Reisen - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 03.08.2009

Montag 03.08.2009 Mals Tirol - Sigmaringen 300 km

8:00 Uhr
Frühstück...
Wie bereits erwähnt, die Pension Garni Ingrid ist sehr preisgünstig. Hier hätte ich gar nicht so ein tolles Frühstück erwartet. Wer einmal in der Nähe ist und eine Bleibe sucht, ist hier gut aufgehoben.

(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
GroßglocknerNun plante ich die Rückfahrt. Meine Else meinte, ich solle über Reutte/ Füssen fahren und dann über die Bahn. Klar, ist zwar ein Stück weiter, aber schneller.
Was tun? Es war zwar im Moment trocken, aber es war abzusehen, dass es noch pladdern sollte. So dachte ich, Pladder ist Pladder, egal welche Richtung ich einschlage und bei Nasserreith und dem Fernpass hätte ich auch so einige Kehren absolvieren müssen. So entschied ich mich für die Strecke über den Arlberg-, Flexen- und Hochtannbergpass.
Die Strecke ist etwas kürzer, aber insgesamt kurviger, von daher ist man auch länger unterwegs. Aber ich hatte ja Zeit...

9:00 Uhr Abfahrt
GroßglocknerKein Regen, aber nasse Strassen...
Ich gehöre bei nassen Fahrbahnen eher zu den Vorsichtigen und so war mir die Tour ob der vielen Kurven und Kehren nicht wirklich geheuer, denn das Fahren sollte ja auch Spass machen.
Bis Landeck hatte ich Zeit, mich zu gewöhnen und konnte auch die Landschaft genießen. Die Landschaft hatte schon seinen besonderen Reiz mit den wolkenverhangenen Bergen. Auch das Grün war viel Grüner.

Ich bemerkte so einen komischen Singsang und meiner Q durchliefen so seltsame Vibrationen. Was ist das? Ich angehalten und mir auf Verdacht den Vorderreifen betrachtet. Tja, der hat wohl die Heizerei vom gestrigen Tag mit dem kurzen Anbremsen vor den Kurven nicht verkraftet.
Sägezahn und das sogar in der Mitte der Lauffläche. Der Reifen hat noch etliche mm Profil, aber trotzdem könnte man ihn in die Tonne hauen.
Das scheint offensichtlich ein Problem des Michelin Anakee zu sein. Das Hinterrad hatte ich im letzten Urlaub regelrecht verwurstet und es war kaum ein sicheres Fahren mehr möglich. Die vorderen Kanten der Blöcke standen ausgefranst aufrecht mit gut 3mm Profil und am hinteren Teil war vielleicht noch 1mm übrig.

10:00 Uhr Arlberpass 100 km

Tourirummel ohne Ende...
Bauen die eigentlich nur noch für die Ski-Industrie?

10:30 Uhr Flexenpass
GroßglocknerDen bin ich ja schon ein paar mal gefahren, aber noch nie hatte ich ihn so wahrgenommen. Lag vielleicht daran, dass ich nun langsamer unterwegs war und auch das Wetter spielte auch eine Rolle.
Der Pass führt durch eine Schlucht mit Wasserfällen und etlichen Galerien. Es sah ein wenig gespenstig aus, als die Wolken über die Straße waberten. Überhaupt, alles wirkte so anders.
Wie nicht anders zu erwarten ging hier die große Pladderei los.
Bis zum Arlbergpass ging es zügig voran und ich hatte ausreichend Gelegenheit, mich an die nassen Straßen und insbesondere an den Michelin Pilot zu gewöhnen.
Der machte einen recht guten Eindruck, ich hatte hier und da mal ein wenig getestet und Vertrauen zu dem Pilot gefasst. So war ich denn recht zügig unterwegs, nicht zu schnell, aber dass trotz Schmuddelwetter so etwas wie Fahrspass aufkam.

Ich nahm sogar noch die kurvige Strecke von Schwarzenberg nach Dornbirn auf mich, die letzte Kurvengelegenheit. Ab Dornbirn hieß es dann für die letzten 100 km Stau, Verkehr und bloß schnell das Ziel erreichen.

14:30 Uhr Ankunft Sigmaringen
Siehste, doch noch geschafft...
Was wohl nicht so gekommen wäre, hätte ich meine Ursprüngliche Planung aufrecht gehalten. Egal, es war trotzdem ein supergeiles Wochenende, gut 1.300 km Kurvenspass pur. Ich hatte das Gefühl, eine ganze Woche unterwegs gewesen zu sein.

 

Motorradour Teil 4 69 Trentino 69 Sigmaringen