zur « Themenübersicht Blog

Blog - Sparte Internet

Kostenlos in HotSpots surfen

Eingetragen am 12.05.2009

In der CHIP 06/2009 wird ein netter Tipp zum kostenlosen Surfen in fremden Netzen bzw. HotSpots erwähnt.

Zunächst einmal war ich ob des Berichts und des Tipps ein wenig irritiert, da ist von Überlisten der Hotspot-Abzocker die Rede...
Der Betrieb eines WLAN oder HotSpot setzt einiges an Hard- und Software voraus. Diese Investition muss wieder erwirtschaftet werden und der Sinn eines Unternehmens ist es, Gewinne zu erzielen.
Klar, einige mögen wahrlich abzocken, aber den Artikel halte ich schon für ein wenig bedenklich für eine seriöse Zeitschrift.
Ich sehe ich da schon den Tatbestand des Betruges erfüllt, denn der Betreiber gibt ja eindeutig seinen Willen zu erkennen und nach geltendem Recht ist die Überwindung von Hürden bereits strafbar. Egal, bin kein Jurist...
...aber manche Tipps in der CHIP sind echt mit Vorsicht zu genießen!

Der Trick mit dem DNS-Server

Ich will hier keine Anleitung geben, wens interessiert, kaufe sich das Heft, da ist alles ausführlich beschrieben. Allerdings halte ich das eh für Blödsinn, mehr dazu unten...

In den kostenpflichtigen Hotspots oder WLAN kann man zunächst keine Domains aufrufen. Was aber funktionieren muss, das ist der Zugrif auf die DNS-Server, sonst würde das Internet nicht funktionieren. Die DNS-Server übersetzen die URIs, wie z.B. deinklick.de in die notwenigen IPs. Diese IPs sind die Notwendige Hausnummer zu einem Server um eine Verbindung herzustellen.
Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Im fremden HotSpots ruft man über einen Tunnel einen DNS-Server auf und übergibt ihm einen Domainnamen, der DNS-Server löst die URI zu unserem Rechner zu Hause auf, der dann die gewünschten Webseiten aufruft. Die Daten schickt er dann zum Access-Point zurück.
Voraussetzung: Man braucht ein Konto z.B. wie bei www.dyndns.com der unseren Phantasie-Domainnamen zu unserem Rechner bzw. Server auflöst, damit natürlich auch (von Ausnahmen abgesehen) eine feste IP und einen (alten) Rechner, der zu Hause im Internet ist.

Meinung

Erst mal halte ich das für rechtlich nicht ganz koscher. Bald werden die Anbieter garantiert mit einer Anpassung ihrer AGB reagieren, selbst wenn nicht, ich halte es für illegal.
Dann ist das für mich nur ne Spielerei, denn man muss schon ein wenig Aufwand betreiben. Man braucht einen Rechner, der zu Hause trotz der Abwesenheit laufend im Netz ist und Strom saugt. Ne alte Kiste von mir saugte mal selbst im StandBy-Betrieb locker 170 Watt, das sind > 4kW/Tag! Dieser Aufwand, nur um sich an einem Flughafen mal die Zeit zu vertreiben oder seine Mails abzurufen? Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Datentransferraten mit dierser Technik so wirklich prall sind, ob man sich vielleicht nicht nur mehr ärgert?
Mit meinem fonic-Stick geht es, erst recht in Städten, flott ins Netz und das für 2,50 Euronen/Tag. Was soll ich da noch rum basteln? Für das auf Reisen eben mal ins Netz gehen reicht das allemal.

 

 

Bisherige Kommentare:        Kommentar schreiben»

Sonic schrieb am 18.06.2009
Ich habs bei mir auf einer NSLU2 realisiert. Die läuft ohnehin den ganzen Tag, braucht nicht viel Strom. Es gibt zudem viele Besitzer eines vServers oder Rootservers denen es sicher nichts ausmacht das perlscript im Hintergrund mitlaufen zu lassen. Mal ganz abgesehen vom Nutzen war es auch interessant das ganze mal auszuprobieren. Die Geschwindigkeit ist in der Tat unterirdisch - das liegt bei mir vor Allem an einem 128Kbit upstream der durch den Wahnsinnsoverhead noch mehr gedrosselt wird. Für ICQ und sporadisches Mailschecken reichts allemal aus.

Das Script ist übrigens von 2004 und wird wohl auch seit dem verwendet. Da das Ganze nicht so einfach ist, (fand ich zumindest) machen es eben nur nicht allzuviele. Selbst wenn es mal in den AGB verboten wird kann ich mir nicht vorstellen, das man Probleme bekommt wenn man es trotzdem tut. Die einzige Möglichkeit dich zu fassen wäre den Datenverkehr zu analysieren. 1.) dürfen die das? 2.) wäre das nicht aufwändiger als die Lücke einfach zu schliessen?
Man \"darf\" nach AGB übrigens bei zumindest einem Anbieter auch ICQ (Messenger allgemein) nicht mit der mobilen Datenflat benutzen (von Skype bzw. VoIP) ganz zu schweigen). Und was können sie dagegen machen wenn man es doch tut? - Nichts.