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Eingetragen / aktualisiert am 18.08.2008

Nachdem ich zuvor ja über die Kirche und deren Macht in unserem Staate gewettert habe (Christlicher Religionsstaat Deutschland und Religion), stelle ich hier nur mal so ein paar Fragen, Anregungen an das eigene Denken...
Ich mache kein Hehl daraus, dass ich gegenüber den Kirche (gleich welcher Coleur) die größte Abneigung empfinde und sie gar für unchristlich halte.
Ich gebe freimütig zu, dass ich wünsche, dass diese Kirche(n) endlich ihre Macht verlieren, dass dieser mein geliebter Staat endlich mal ein kirchenfreier Staat wird. Dass Christen ihren Glauben frei einer oder zumindest machtfreien Institution ausüben würden.
Glaube und Kirche haben für mich nun gar nichts miteinander gemein.

Ich bin ein christlich erzogener Mensch, jedoch haben mich meine Eltern Gott sei Dank der Kirche fern gehalten.
Irgendwann erkannte ich für mich, dass Religion, gleich welcher Art nur ein Ziel hat, den Menschen durch Angst zu unterdrücken. Die Lehren, auch hier ganz allgemein sind für mich das Irrationale pur.

Bleiben ich mal bei den Christen, da diese nun mal in diesem Staat vorherrschend sind. Grundsätzlich bin ich der Meinung, würde jeder nach diesen Glauben leben, gebe es keine Kriege oder anderes Unheil mehr.
Darum genießen für mich wirkliche Christen allerhöchste Hochachtung, auch wenn ich mit dem Glauben nichts anfangen kann...

Und hier bekomme ich ein Problem, wie kann sich jemand Christ nennen und gleichzeitig in der Kirche sein?
Das Grundgesetz eines Christen sollte die Bibel sein, hier tut sich da für mich in Bezug auf Kirche(n) eine ungeheure Diskrepanz auf.
Ich frage mich, wie kann jemand, der sich glaubender Christ nennt, gleichzeitig in der Kirche sein?
Haben sog. Christen, die in der Kirche sind, egal welche, überhaupt die Bibel gelesen, frage ich mich?

Hier nun meine Fragen die mich zweifeln lassen, ob Glaube und Kirche miteinander vereinbar sind:
Ich könnte die Liste noch ewig fortsetzen.

Ich verstehe es einfach nicht...
Wie können Menschen, die sich Christen nennen, in der Kirche, gleich welcher sein?
Als ich die Berichterstattung aus Sydney so betrachtete, hat mich das mit Erschrecken erfüllt. Für mich war das Personenkult pur.

Zum Schluss:
Eine typische Unterhaltung, in meinem langen Leben zig mal geführt...

A]  Jammert über die hohe Kirchensteuer...
B]  Wer in einem Verein ist, muss auch deren Beiträge zahlen.
A]  Aber ich glaube da doch gar nicht dran
B]  Warum trittst Du dann nicht aus der Kirche aus?
A]  Aber ich will mal heiraten und Kinder haben und was meine Eltern dazu sagen? Ausserdem habe ich dann ein schlechtes Gewissen.

Jupp, hier hat die Gehirnwäsche voll gewirkt. Psychlogischer Druck von außen und dann noch ein schlechtes Gewissen.
Was hier psychologisch abläuft oder welch ein Vergleich ich hier gerne heran ziehen würde, würde ich hier nicht zu schreiben wagen, garantiert hätte ich in diesem Land den Staatsanwalt am Hals ;-)
Macht durch Angst und Psychodruck...
... ach, kennt Ihr den Film Die Welle? Sehr zu empfehlen!

 

Kirche und Glauben