zur « Themenübersicht Blog

Blog - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 10.01.2012

Neulich wurde über die Schwierigkeiten und Probleme der Integration von Muslimen in unserem christlichen Staat diskutiert.
Die Reaktion auf sachlich begründete Argumente endete mal wieder mit dem Vorwurf der Intoleranz. Wobei, als Atheist steht man oft auch nicht viel besser da, da hat man es gleich mit zwei Religionen zu tun...

Hierzu Gedanken, niedergeschrieben von Maya Kiran
Web www.rheinland-saga.de/

Deshalb ist eine VERNÜNFTIGE Diskussion über das Thema Integration verschiedener Religionen und vor allem auch Traditionen (die oft mit der Religion an sich nichts zu tun haben - aber als Inhalt der jeweiligen Religion wahr genommen werden) in eine andere Gesellschaftsordnung eigentlich nicht stattfinden KANN.

Weil jedes Vernunftargument mit absolut nicht passenden Gegenargumenten kleingehackt wird. Wenn man sich die Mühe macht, darauf mit weiterhin möglichst sachlich gehaltenen Gegenargumenten zu antworten, gehts dann auch alsbald in persönliche Angriffe, weil man eben von anderer Seite meist keine sachlich nachvollziehbaren Argumente hat.

Und gerade dann, wenn man es geschafft hat, sich als Kathole oder sonstwas von den gehirnwäscheartigen und oft völlig sinnfreien Vorschriften VON MENSCHEN, nicht mal von "GOTT" freizumachen, dann hat man auch einen anderen Blick auf die Welt.
Ich kann nur jedem Muslim empfehlen, den Originalkoran auch mal SELBST zu lesen, um herauszufinden, was da tatsächlich drin steht. Gut die Hälfte, was heute als Lehre des Islam verstanden wird, ist in 1400 Jahren immer wieder erfolgte AUSLEGUNG der Texte. (Übrigens genau wie bei der Bibel).
Generationen von Männern haben das Ur-Werk und damit die ursprüngliche Lehre in die ihnen genehme Richtung bugsiert. Sowohl im Christentum, als auch im Islam in eine Gesellschaftsform, die vor allem Frauen in eine abhängige Position gebracht hat und in beiden Religionen sind Frauen aus dem eigentlichen Religions"betrieb" ausgeschlossen. Ist für mich schon ein Witz, dass im Islam Frauen und Männer nicht in einem Raum beten, sondern getrennt.
Was würde Gott oder Allah dazu wohl meinen, wenn sie gewillt wären, mal ein vernünftiges Wort an die Welt zu richten.

Und in beiden Religionen drehen einem die Wächer des Glaubens die Worte im Mund herum, wenn es darum geht, "Ketzer", also die Stimme der Vernunft, aus dem Weg zu räumen. Meistens drehen sie einem dann kurz danach auch noch den Hals um, weil man sich durch "Ungläubigkeit" dem Machtdiktat entzieht. Wer nicht mitmacht, der wird halt aus dem Weg geräumt.
Tja, bei Luther hat das mal nicht funktioniert. Und ein "Luther", der den Islam auf den Weg aus dem Mittelalter heraus führt, der fehlt halt noch.
Und Luthers größtes "Verbrechen" war, dass er gefordert und durchgesetzt hat, dass die Bibel auch auf Deutsch geschrieben wurde (und nicht nur auf Latein), damit auch der letzte dumme Deutsche die Texte selbst lesen und sich seine eigenen Gedanken machen konnte. Damit war der Auslegung der Texte dann auch ein Bremsklotz vorgeschoben.

Die nicht-arabisch sprechenden Muslime haben den Koran noch nie im Original gelesen. Und nur DER gilt als das maßgebliche Werk der Religion.
Dort, wo die musimischen Mädels endlich aus ihrem Analphabetentum heraus kommen (vor 10 Jahren waren so ca. 50-70% der Einwohner in den meisten arabischen Ländern noch Analphabeten und darunter die Mehrheit der Frauen), benutzen sie mittlerweile den Koran, UM den Mullahs die angeblichen Vorschriften, vor allem für Frauen, um die Ohren zu schlagen und die Relgion zumindest mal aus diesen vielen Zwiebelschalen männlicher Interpretation und Traditionsvorstellungen zu befreien.
Und siehe da... was Mohammed im Koran schrieb ist eigentlich gar nicht so begrenzend, wie es fast überall ausgelegt wird.

Der beste Schachzug von Mohammeds Glaubensvorschriften war übrigens das 5-malige Gebet, das nüchtern zu vollziehen war und mit sauberen Händen und Füßen.
Immer im Hintergrund: MOhammed war - durch Heirat - der Miteigentümer eines Kamel-Karawanenunternehmens.
Mit diesen Basisvorschriften für seine Mitarbeiter - praktischerweise durchgesetzt als Anweisung einer höheren Erfahrungsquelle - konnte er sein Unternehmen führen mit nüchternen Mitarbeitern (alle drei Stunden beten bietet halt nicht viel Platz für Besäufnisse) und einigermaßen geruchsneutralen und weniger infektionsgefährdenen Kameltreibern.

Das Schweinefleischverbot, das übrigens ja auch schon bei den Juden galt, ist natürlich ebenfalls eine sehr positive Gesundheitsvorschrift gewesen in einer Gegend mit 35 Grad im Schatten und kein Kühlschrank weit und breit. Trichomonadenverseuchtes Fleisch ist für Menschen gefährlich.
Selbst in Europa war es bis vor 70 Jahren verboten, vor Novemberbeginn Schweine zu schlachten, genau aus ebendiesem Grund: Bis dahin war es einfach zu warm, um Schweinefleisch einigermaßen seuchenfrei zu verarbeiten. Deshalb auch heute noch, obwohl nicht mehr nötig, die Termine für die Schlachtfestessen. Da wurde früher alles verarbeitet und gegessen, was man nicht langfristig konservieren konnte.

Wenn man die Vorschriften - auch hinsichtlich Essensvorschriften mal näher betrachtet, sind sie oft einfach aus der Not geboren, weil man über Religion einfach besser Verbote vermitteln kann, die sich auf liebe Gewohnheiten der Bevölkerung richten. Da traut sich dann kaum einer mehr, dagegen zu verstoßen.

Ich habe letztes Jahr endlich mal "Die satanischen Verse" von Salman Rushdie gelesen. Am Ende war mir klar, weshalb die Fundamentalisten ihn erledigen wollen.
Er hat genau den Finger in diese Wunde gelegt - nämlich die, dass Religionsgründer und spätere -führer einfach alles behaupten können, wenn es sich auf "den Glauben" bezieht. Jeder kann behaupten, er hätte Visionen und Eingebungen, die Frage ist, ob ihm mehr als einer glaubt. Und anscheinend sind immer viele bereit dazu - warum auch immer und auch noch für die Verbreitung sorgt.

Theoretisch kann sich aber auch JEDER hinstellen und Visionen und Eingebungen haben. Deshalb wurden Verrückte auch in den meisten Religionen als von Gott berührt betrachtet. Hätte ja sein können....
So gesehen, kann jeder behaupten, von Gott berührt zu sein, Visionen haben und auf Basis dieser Religionen und -gesetze begründen.
Er muss nur zusehen, dass er genügend Menschen finden, die bereit sind, sich dem unterzuordnen.

Meine Meinung zu Glauben ist:

Wer an ein höheres Wesen, einen Schöpfungsakt oder an eine höhere Existenz verteilt auf alles Lebendige soll das tun.
Für sich selbst, in seinem Inneren.
Ich halte Glauben im Großen und Ganzen als Ersatz für Wissen. Und es zeigt sich, dass genau DIE Menschen am Meisten am Glauben hängen, die oft sehr wenig über naturwissenschaftliche Zusammenhänge wissen und - leider ist das so - auch am wenigstens zu beißen haben. Was bleibt da schon, als die Hoffnung, bei glaubensgetreuem Verhalten ins Paradies zu kommen, um dort wenigstens zu den Privilegierten zu gehören.

 

 

Integration von Muslime