zur « Themenübersicht Fotografie

Fotografie - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 29.01.2011

Was ich hier beschreibe, hat auch nicht wirklich etwas mit HDR zu tun, fehlende Bildinformationen kann man hiermit nicht herbeizaubern, aber es ist ein Behelf.

Was sind HDR-Bilder? HDR steht für High Dynamic Range. Ziel ist es, gerade bei dunklen Bildern oder Nachtaufnahmen, helle und überbelichtete und/oder dunkle und unterbelichtete Bereiche richtig belichtet darzustellen, um so einen hohen Dynamikumfang zu erreichen. Aber nicht nur für Nachtaufnahmen eignet sich HDR, sondern auch bei Tagaufnahmen mit hohen Kontrastunterschieden oder um mit künstlerischen Effekten zu gestalten.
Wer mehr über diese komplexe Technik erfahren möchte, lese bitte bei Wikipedia nach. Dort finden sich auch Links zu weiteren Informationen und zu entsprechender Software.

Da ich HDR vornehmlich zur künstlerischen Gestaltung einsetze, kommen meine Beispielbilder auch aus diesem Bereich, da es sich hier nicht nur um einen Kontrastausgleich handelt.

(Zum Vergrößern bitte Klicken)

Köln OriginalNormalerweise benötigt man für die Erstellung von HDR-Bildern mehrere Bilder mit unterschiedlicher Belichtung. Nicht immer sind diese vorhanden, hier mein Trick, wie man HDR-Bilder mit nur einem Bild erstellen kann.

Als Ausgangsmaterial benötigt Ihr ein sehr kontrastreiches Bild mit sehr dunklen und sehr hellen Bereichen.

Wichtig: Die Bildinformationen in hellen und dunklen Bereichen sollten aber noch vorhanden sein! Ist auf hellen oder dunklen Bereichen nichts mehr zu erkennen, hilft auch dieser Trick nicht mehr.

Am besten nehmt ihr die Rohdaten (RAW, bei NIKON z.B. NEF), hier sind meistens mehr Bildinformationen enthalten als man denkt. Warum man überhaupt am besten mit RAW fotografiert erfahrt Ihr hier: RAW_oder_JPG.html

Nun öffnet Ihr die Dateien mit einem Bildbearbeitungsprogramm, RAW mit einem RAW-Konverter. Die Kamerahersteller liefern die entsprechende Software zu ihren Kameras gleich mit, zumindest bei den Kameras, die RAW-Dateien verarbeiten können.

Köln HDRDas Originalbild dunkelt ihr 2 Blendenstufen ab und speichert dies am Besten als .tiff ab, zur Not und wer das besser verabeiten kann, halt als .jpg.
Ihr öffnet wiederrum das Originalbild, blendet 2 Blendenstufen rauf und speichert wiederum ab. So erhaltet Ihr 3 Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen.
Diese fügt ihr dann mit z.B. Photoshop (Automatisieren/Zu HDR-Bild zusammenfügen) zu einem HDR-Bild zusammen...

Das so gewonnene, für Print und Monitore nicht darstellbare HDR-Bild muss mittels Tonemapping aufbereitet werden.
Bei Photoshop unter Menü Bild/Modus/8 Bit, dann öffnet sich ein entsprechender Dialog.
Ihr könnt auch die unten aufgeführte kostenlose Software verwenden, die euch viel Arbeit abnimmt.

 

HDR Bilder aus einem Bild erstellen