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Diverses - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 08.07.2009

Der Google-Cache stellt eine große Gefahr nach einer Abmahnung dar, ganz schlimm kann es kommen, hat man die Google-Suchmaschine auf seiner Homepage eingebunden.

Ihr habt Inhalte auf eurer Seite, die abgemahnt werden, weil ihr wie auch immer einen Rechtsverstoß begangen habt. Da sich Seiteninhalte ändern, lagert Google die Seiten auch in einem Cache ab, dem sog. Google-Cache.
Ist die abgemahnte Seite dort noch zu finden, kann dies weiteren Ärger bedeuten, da die Inhalte ja noch abrufbar sind. Natürlich habt Ihr keinen Einfluss auf Google und kommt damit vielleicht aus dieser Nummer raus.
Nicht so, habt Ihr die Google-Suchmaschine in eure Homepage eingebaut.
Google bietet seit geraumer Zeit an, deren Suchmaschine in die eigene Homepage einzubinden. Genial, bietet es doch einen zusätzlichen Nutzen für die Besucher und zudem lassen sich damit vielleicht ein paar Euronen verdienen.
Wie das geht, warum und wieso, könnt Ihr hier lesen: Suchmaschine_in_eigene_Homepage.html
Ein Beispiel: www.exclusivstore.de

Wer die Google-Suchmaschine auf der eigenen Homepage einbindet, haftet aber u.U. für die Inhalte, bzw. Suchergebnisse.
Vorsicht, ohne Kenntnisse drohen nach einer Abmahnung weitere hohe Kosten durch eine einstweilige Verfügung oder ein Gerichtsverfahren.

Nun ist wohl folgender Fall eingetreten. Ein Homepagebetreiber erhiehlt eine Abmahnung bezüglich eines rechtswidrigen Inhaltes. Er entfernte diesen, aber er hatte auch die Google-Suchmaschine in seine Homepage eingebunden. Über diese war eben jener Abgemahnte Artikel über die Suchfunktion bei Google über den Cache weiterhin abzurufen. Prompt folgte dann eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber.
Zu Recht befand das Gericht, denn schließlich befand sich der Verstoß auf der Homepage des Beklagten, der die Oberhoheit über seine Homepage besitzt...

Zitat

Die Antragsgegnerin ist Domaininhaber und hat die Herrschaft über das, was auf ihrer Webseite angezeigt wird. Wie sie sicherstellt, dass sie die zu unterlassenden Inhalte nicht mehr darstellt, ist ihre Sache.

Das Urteil

Zivilkammer 27 des Landgerichts Berlin in Berlin-Charlottenburg, Tegeler Weg 17-21, 10589 Berlin
Urteil vom 08.07.2008, Az. 27 O 536/08
ist bei Google hier zu finden: www.google.de/...

Meinung

Dass man keinen Einfluss auf die Ergebnisseiten von Google hat, ist insoweit richtig, aber in im Fall des Betriebes der Google-Suchmaschine auf der eigenen Hopmepage nicht ganz zutreffend und erst recht keine Argumentationshilfe.
Wie auch im Urteil angeführt, bietet Google selbst Hilfen an, Seiten aus dem Cache zu entfernen. Außerdem sind Abfragen mit entsprechenden Kenntnissen durchaus so zu steuern, dass beanstandete Artikel bei Google, bzw. auf der Suchmaschine der eigenen Homepage nicht gelistet werden. Wer dazu nicht in der Lage ist, muss halt notfalls die Google-Suchmaschine aus seinem Angebot nehmen.
Auch ich sehe das so, als Homepagebetreiber hat man die Oberhoheit über die Inhalte.

Tipp

Dies gilt nicht nur für die Einbindung der Google-Suchmaschine in die eigene Homepage, sondern generell beim Betrieb einer Homepage. Schnell hat man vielleicht einen Rechtsverstoß begangen und ein Artikel sollte schnell aus dem Netz.

Verhindert ein Cachen der Homepage und/oder entfernt Inhalte aus dem Google-Index und dem Cache: Google-Index.html

 

 

Google Cache und eigene Suchmaschine