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Blog - Sparte Internet

Gewinne und Betrug mit Adressdaten

Eingetragen am 16.12.2008

Gewinne und Betrug mit Adressdaten

Mit Personendaten wie Telefonnummern, Mailadressen u.s.w. lassen sich Millionengewinne machen.

Siehe auch: planet49.html

Früher, vor dem Zeitalter des Internets war das noch fast human zu nennen. Man nahm an ein Preisausschreiben teil, schon wurde die Adresse weiter gegeben und es hagelte Werbepost im Briefkasten.
Dafür wurde aber tatsächlich noch etwas gewonnen...

Im Zeitalter des Internets haben sich auch die Methoden verfeinert. Man spricht gleich die niederen Triebe des Menschen an und suggeriert ihnen, sie hätten etwas gewonnen oder bekämen etwas umsonst. Auch hier müssen sich die vermeintlichen Gewinner damit einverstanden erklären, dass ihre persönlichen Daten und Adresssaten zu Werbezwecken weiter gegeben werden dürfen.
Dies ist noch das kleinste Übel, oft finden sich versteckt in AGBen dann teure Abos oder sonstige Dienstleistungen wie Lotto, diverse Gewinnspiele, Abos für Klingeltöne u.s.w., die genau auf die Zielgruppe abgestimmt sind.
Nur wird hier nun ein riesiger Markt angesprochen. Durch entsprechende Werbemittel oder Abfragen von Interessengebieten wird hier ein riesiger Zielgruppenmarkt erschlossen.

Diese sog. Gewinnspiele oder Vermittlungen von Castings, Fotoshootings, Kreditkarten u.s.w. kosten den Werbeunternehmen nicht wenig Geld. Das kommt aber locker wieder rein.
Da bekommt man unaufgefordert eine Kreditkarte ohne Gebühren, kostenlos auf seinem Namen zugestellt, sofort einsatzbereit. Wie viele Leute würden die sogleich nutzen?
Leute die die AGB nicht richtig gelesen haben und plötzlich teure Abos am Hals haben...

Die Strategie/ Maschen der Werbeunternehmen

Werbung

Die Werbestrategen machen sich einfach die menschliche Natur zu nutze, die alles umsonst haben will oder ziehlt auf Eitelkeiten ab. Schnell wird einen Klick zuviel gemacht und man hat unliebsame Verträge am Hals oder hat umfangreiche persönliche Daten preis gegeben.
Da die Werbung oft Zielgruppenorientiert ist, gehen viele Leute ganz bewußt Verträge ein, zu spät erkennen sie dann, dass sie einer Bauernfängerei auf dem Leim gegangen sind.
Bei Millionen von Adressdaten reicht vielleicht eine Erfolgsquote von 5% um riesige Gewinne einstreichen zu können.

Rechtliches

Die AGBen und Bedingungen für die Gewinnspiele oder sonstiger Leistungen werden meistens rechtlich wasserdicht gestaltet. Der Nutzer überliest in seiner Freude ob eines Gewinns die Feinheiten. Du hast z.B. eine Nilkreuzfahrt gewonnen, vielleicht ziehrt sich das Unternehmen noch, aber letztendlich bekommst Du wahrscheinlich deine Nilkreuzfahrt.
Genau, die Nilkreuzfahrt, aber wie kommst Du hin?
Du darfst vielleicht kostenlost 300,- Euronen bei einem Gewinnspiel wie Lotto, Poker (gerade in Mode) verballern, in Deiner Euphorie verpasst Du dein Widerrufsrecht und hast einen teuren Vertrag am Hals.
Du hast eine Reise oder Auto gewonnen? Mitnichten, bei genauem Lesen hast Du die Chance auf einen Gewinn gewonnen.

Die Werbestrategen fühlen sich so sicher, dass dann schnell weitere Probleme auftauchen können:
Die Werbestrategen sichern sich natürlich ab und unterhalten Rechtsabteilungen oder sonstigen Rechtsbeistand. Ein gefundenes Fressen sind für die Leute, die im Internet ihren Gefühlen freien Lauf lassen.
Einige Adressdatensammler sind sich so sicher, dass sie auch ungerechtfertigte Abmahnungen verschickt haben sollen, aber wer mag da ein hohes Prozessrisiko eingehen?

Der Internet-Nutzer

 

Klagst Du plötzlich über Spam und Werbepost, fühlst sich ob versprochener Gewinne betrogen...
In Foren oder auf Webseiten wird dann über diese Dienstleister oder Gewinn-Versprecher hergezogen. Böse Falle, es folgt die nächste Einnahmequelle über einträgliche Abmahnungen.
Du wirst Du z.B. mit Spam und Werbepost zugemüllt? Behauptest Du, dass Anbieter XYZ Deine Daten weiter gegeben hat?

a) Hast Du wohl dein Häkchen gemacht, dass dies erlaubt.

b) Wenn nicht, dann beweise mal, dass Anbieter XYZ Deine Daten weiter gegeben hat.

Tipps

Fallt nicht auf Gewinnversprechen herein, niemand hat etwas zu verschenken, es stehen immer geldbringende Hintergedanken dahinter!

Bevor Ihr euch in Internet über Firmen voreilig auslasst, behauptet nie etwas, was ihr nicht beweisen könnt!
Lest wortwörtlich genau, was Ihr da angeklickt oder gewonnen habt, lest immer die AGB!

Beschränkt euch bei Gewinnspielen nur auf seriöse und bekannte Unternehmen und bemüht euch der Tante Google!

Am besten, Ihr lasst die Finger von jeglicher Art Gewinnspielen, Tests oder Offerten im Internet!

Mehr aus Zufall entdeckte ich diese Seite: Auf einer Seite unter der URL verbraucherabzocke.info werden Firmen, die von dieser Redaktion als dubios eingestuft werden, beschrieben. Hier findet Ihr Informationen zu diesem Thema.
Ein Link nutzt nicht viel, da sie die Domain laufend wechseln.
Google-Links:
www.google.de/Adresssammler+Betrug
www.google.de/Adressbuch+Betrug

 

Fazit

Der Markt ist so einträglich, dass ich den Eindruck einer Mafia der Adresssammler und Abzocker wittere.
Die Adress-Sammler, Anbieter von Gewinnspiele, Test oder sonstiger Dinge nutzen geschickt die Oberflächlichkeiten, Eitelkeiten und Gewinnsucht der Internetnutzer aus. Eine weitere Einnahmequelle können Abmahnungen sein, sollten sich frustierte und Geschädigte im Internet äußern.
Die meisten Gewinnspiele im Internet oder Gewinnversprechen über PopUps im Internet sind für mich nichts weiter als Abzocke und u.U. teure Bauernfängerei!
Die Geschädigten fühlen sich subjektiv betrogen, objektiv liegt leider aber oft kein Betrug vor. Mit Abmahnungen schießen Werbestrategen über das Ziel hinaus, sie sind das I-Tüpfelchen.
Die sind sich augenscheinlich so sicher, dass sogar kleine Homepage-Betreiber für das Setzen von Links ungerechtfertigt abgemahnt sein sollen.

Lese auch: planet49.html

 

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