zur « Themenübersicht Wohnmobil

Wohnmobil - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 20.06.2015

Bild: © istock.com/HAYKIRDI
Wohnmobil am Abend

Der Urlaub mit dem Wohnmobil wird immer beliebter. Doch der Spaß ist nicht gerade billig und ein neues Fahrzeug eines Markenherstellers ist in der Regel erst ab rund 50.000 Euro – eher noch mehr – zu haben. Daher entschließen sich gerade Einsteiger zunächst für den Kauf eines gebrauchten Modells. Worauf ist hier zu achten und wie kann der Zustand beurteilt werden?

 

Aufbau, Aufteilung, Gurtplätze, Ausstattung – viele Faktoren entscheiden über den Kauf

2013 wurden 24.809 neue Wohnmobile verkauft – immerhin ein Plus von 3,1 Prozent zum Vorjahr. Doch nicht jeder Womo-Fan kann sich ein neues Mobil leisten und weicht auf den Kauf eines gebrauchten Wohnmobils aus. In den Kleinanzeigen werden z.B. viele alte Mobile aus den 80er oder 90er Jahren angeboten. Doch Augen auf: Diese sind oft ungepflegt, mit damit verbundenen Korrosionsschäden sowie "Torf" durch Undichtigkeiten, untermotorisiert und entsprechen nicht den gängigen Abgasnormen.

Nicht nur das Budget entscheidet beim Kauf, sondern auch die eigenen Bedürfnisse. Meistens gehen die verfügbaren finanziellen Mittel nicht mit den persönlichen Vorstellungen konform. Dann lautet der Tipp: Besser günstig finanzieren da wir uns z.Zt. in einer Niedrigzinsphase befinden, zum Beispiel mit dem Darlehensrechner von smava, als Einbußen im Komfort und mangelhafter Technik hinzunehmen.
Ebenso wie PKW haben Wohnmobile in den ersten Jahren den größten Wertverlust. Das Risiko, dass kurz nach Kauf eines jüngeren Wohnmobils größere Reparaturen anstehen, dürfte hier am Geringsten sein.

Zu klärende Fragen sind unter anderem:

 

Bei einigen Mängeln heißt es: Finger weg

Ohne Besichtigung läuft beim Wohnmobilkauf gar nichts: Wie bei einem Autokauf ist auch beim Kauf eines gebrauchten Wohnmobils eine Probefahrt Pflicht. So ist es möglich, etwaige Mängel an Fahrgestell, Getriebe oder Lenkung festzustellen. Dann sollten sich Kaufinteressenten das Reisemobil von innen wie außen zeigen lassen. Einer der wichtigsten Punkte betrifft die Dichtigkeit des Fahrzeugs.

Eintretendes Regenwasser kann auch bei relativ jungen Wohnmobilen erhebliche Schäden verursachen – zu erkennen u.A. am modrigen Geruch. Faulige Stellen (Torf) können manchmal auch mit einer Druckprobe erkannt werden. Auch die Fensterdichtungen können porös sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt oder besser sollte eine Dichtigkeitsprüfung von einem Fachbetrieb durchführen lassen. Ein weiterer Blick gilt den Funktionen von Heizung, Kühlschrank, Kocher, Wasserhähne und Leitungen.
Da die Fahrgestelle dem Nutzfahrzeugbau entstammen, sind hier nicht die Maßstäbe wie bei den PKW anzulegen. Die Fahrzeuge sind kaum gegen Korrosion geschützt. Alleine dies sollte schon ein Grund sein, besser auf ein neueres Fahrzeug zurückzugreifen.
Wer sich eine ausgiebige Prüfung des Wohnmobils nicht zutraut, sollte einen Fachmann seines Vertrauens mit zu Rate ziehen!

 

Gebrauchtes Wohnmobil kaufen 69 darauf ist zu achten