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Diverses - Sparte Satire
Einsparungen beim Theater
Eingetragen am 24.07.2009
Diese Geschichte ist eigentlich keine Satire, sondern eine traurig wahre Geschichte aus unserer verrückten Welt.
Ein Theater...
Wie das so ist mit den Theatern kosten die Geld. Klar, dass diese Kosten nicht auf die Eintrittspreise umlegbar sind, denn dann wäre der Eintritt ja nicht mehr bezahlbar.
Also müssen Zuschüsse oder Unterstützungen in irgend einer Form her, wofür dann die Stadt zuständig ist.
Stellen wir uns mal vor, unser Theater würde nun von zwei großen Städten mitgetragen, also welche, die sowieso schon über kein Geld verfügen. Ein Schelm, wer daran denkt, dies könnte etwas mit meinem Wohnort zu tun haben...
Klar, dass unserer Theater wie oben beschrieben Miese produziert. Hier sind es sagen wir mal 600.000 Euro zuviel...
Nun könnte man darüber nachdenken, wie unser Theater effizienter wirtschaften könnte, also mit Menschenverstand und so...
Ne, geht aber nicht, weil die, die das Theater betreiben nicht denken dürfen und die, die das Theater Bezuschussen nicht denken können.
Also muss da ein Unternehmen her. Die nennen sich dann Unternehmensberatung und lassen sich dann ganz viel Zeit, damit das Gutachten möglichst kompliziert ausfällt und die Rechnung entsprechend hoch ausfallen kann.
Hier sind dann junge und dynamische Yuppies am Werk und die haben in ihrer Kreativität dann auch ganz tolle Ideen. Was verursacht Kosten? Klar, die Ensembles, die Aufführungen...
Da Unternehmensberater von Unternehmen ausgehen, wahrscheinlich gar nicht wissen welch Kulturgut ein Theater pflegt und dass Kultur eben auch Geld kostet und nicht begriffen haben, dass ein Theater eben kein Unternehmen ist, hatten sie die geniale Idee:
Weg mit den Ensembles und Aufführungen, weg mit dem Personal, dann sind auch die Kosten weg.
Ist ja auch logisch, was nicht da ist, kann keine Kosten verursachen. Ist egal, wenn dann keiner mehr ins Theater geht, weil, das produziert ja eh nur Kosten.
Ne ganz tolle Idee dieser Unternehmensberatung mit ihren Yuppies war zudem, dass mehr Werbung/Promotion betrieben werden solle um Einnahmen zu erzielen. Da waren die wohl gerade besoffen oder hatten den Auftrag mit dem irgend einer Partei verwechselt. Werbung betreiben für etwas, was nicht da ist?
Na jedenfalls waren unsere Yuppies der Unternehmensberatung unglaublich beschäftigt, hatten sich ihr pomadiertes Hirn gemartert, dies muss natürlich entlohnt werden, klar, das ist nicht billig. So wurde dann eine Rechnung in Höhe von 600.000 ausgestellt und dabei waren sie garantiert noch gnädig.
So ein Theater...
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