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Blog - Sparte Internet
Eigene Meinung im Internet
Eingetragen am 10.01.2010
Kann die eigene Meinung im Internet etwas bewirken?
Man teilt seine eigene Meinung in Foren, auf seiner Homepage mit. Aber kann die eigene Meinung auch etwas bewirken?
Aufhänger dieses Blog-Eintrages war der Spruch eines Bekannten, aber über das Negative wollten wir in unserem Bericht nicht schreiben...
Ich finde das falsch, warum?
Früher, ohne Internet, ging die eigene Meinung einfach unter. Heute besteht Dank Internet die Möglichkeit, überall seine Meinung einem breiten Puplikum zugänglich zu machen.
Hat man eine Meinung, die dem Mainstream entspricht, wird da schnell eine Lawine losgetreten, denn der Surfer wünscht Informationen. Von daher ist die eigene Meinung zu einer unglaubliche Waffe geworden.
Das Internet heute
Heute dient das Internet in erster Linie dazu, Waren, Dienstleistungen oder in der Politik, eine Meinung an den Mann zu bringen, d.h. zu verkaufen.
Hier geht es um viel Geld oder Machtpositionen, von daher kann es sich kein Unternehmen oder auch der Staat, bzw. Parteien leisten, dass negative Meinungen oder Berichte im Netz auftauchen.
Dies bedeutet Umsatz-, Einkommensverlust oder bei Meinungsmachern wie Parteien Stimmen mit einhergehenden Machtverlust.
Selbst bei geringer Kritik kämpfen Firmen heute mit harten Bandagen, um Kritiker Mundtot zu machen, oder Firmen zahlen viel Geld für gekaufte Berichte. Hier geht es um viel Geld!
Das ist der Ansatzpunkt...
Mit Meinung etwas verändern
Ihr solltet euch unbedingt an die Regeln der freien Meinungäußerung halten um keine Angriffsflächen zu bieten! Keine Schmähkritiken oder Beleidigungen!
Tut eure Meinung auf einem gut besuchten Portal oder eigene Website kund, dann kann sie auch etwas bewirken. Erst recht, wenn es bei einer großen Zahl der Internetnutzer bei einem Thema gärt und sich bloß noch keiner traute, etwas zu sagen ;-)
Ein Beispiel
...aus meinen Hobby-Bereich Tauchen:
Hier geht es um Tauchsicherheit auf Safariboote in Ägypten:
Ich war schon auf etlichen Safaribooten und immer hatte ich mich über etliche Dinge aufgeregt.
Das war dann der Auslöser für meinen Aufschrei, nachdem wir bei einer Tauchsafari wirklich fast abgesoffen wären und ein Kahn von einer renomierten Flotte abgefackelt war:
Sicherheit_Safariboote.html
Bei mir stellte dann ein Typ einen heftigen Kommentar ein. Ein Insider konnte vielleicht verstehen, wen er meinte...
Google ist meine Freundin, sonst hätte Herr, in nenne ihn mal X. den Kommentar auch nicht so schnell gefunden ;-)
Prompt flatterte mir ne teure Abmahnung von Herrn X. ins Haus, hier geht es um Umsätze. Die Abmahnung war natürlich lächerlich, aber ich erst mal sauer.
Also hatte ich die Abmahnung des Herrn X., also der ist schon eine Größe in Ägypten, werbewirksam für mich im Netz vermarktet ;-)
Jetzt ging das richtig los ;-)
Der arme kleine Seitenbetreiber der Mißstände anprangerte, von Goliath abgemahnt, es zog seine Kreise im Netz.
Der Topf stand kurz vor dem Platzen, die Anwälte rieben sich Hände ;-)
Da dachte ich, Herr X. ist auch ne arme Sau...
Fackelt wiederholt ein Kahn seiner Flotte ab, die Berichte im Internet, dann die aufgekochte Abmahnung...
... also rief ich Herrn X. mal an...
Schnell hatten wir einen Draht zueinander, die Abmahnung war vom Tisch, er übernahm die Anwaltskosten.
Nun das Wichtige, was dann passierte:
Ich stand ja auch beratend zur Seite und wir waren ja auch einsichtig.
Es folgten Sicherheitsseminare für die Crews, die Boote wurden überarbeitet und mit ENOS (Ortungssystem) ausgestattet, es folgten Arbeitsgemeinschaften in Form einer kostenlosen! Tauchsafari mit Tauchern (dass ich auch eine Einladung erhiehlt, brauche ich wohl nicht erwähnen) und Fachleuten.
Das Ganze wurde dann natürlich von mir auch wieder im Netz ausgeschlachtet. Aus Feind wurde Freund und Herr X. war einer der Ersten, der die Sicherheitsfragen umgesetzt und vermarktet hatte.
Nun konnten die Anderen nicht mehr anders...
Wie sieht es heute, nach einem Jahr unseres Disputs aus?
Kein Safariboot kann es sich mehr leisten, bestimmte Sicherheitsstandards außer acht zu lassen.
Parallel dazu kam die Diskussion auch für die Tauchbasen auf und wurde breit getreten. Es wurde eine Org gegründet, heute dürfen nur noch zertifizierte Basen ihren Betrieb in Ägypten unterhalten.
Ist zwar auch nicht alles Gold was glänzt, aber ein Anfang ist gemacht.
Wäre vermessen zu behaupten, ich hätte in Ägypten etwas verändert, aber ich denke, mein Bericht war vielleicht (einer) der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat.
Was wäre passiert, hätte ich und vielleicht andere nichts geschrieben?
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