zur « Themenübersicht Tauchen

Tauchen - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 21.08.2003

Deep Blue 2000Am 26. - 28.5.2000 war es dann wieder mal soweit. Das lang erwartete Mopedtreffen der Taucher. Die "alten" Mopedfahrer um Ippi hatten sich diesmal entschlossen, ein "richtiges" Treffen, so wie es sich gehört, mit Mucke bis zum Hörschaden, Lagerfeuer, Grill, Spielen... zu organisieren.

Hinterm Deich, an einem kleinem Wäldchen und fern ab der Zivilisation war dann die Partystätte. Von den Delphinen waren Gregor, Jan, Ulrike und meine Wenigkeit vertreten.

Freitags trudelten dann die Ersten ein, man freute sich, alte Bekannte wieder zu sehen und wandte sich erst mal dem Grill und dem Bierfass zu. Hier sei zu erwähnen, dass man sich bei den Bierpreisen wie im Schlaraffenland fühlte. Gehschwierigkeiten konnten dann durch den Sturm erklärt werden.
Bemerkenswert, dass gerade jüngere Teilnehmer Luftmatratzen dabei hatten, die eher zu rückengeschädigten Rentnern gepasst hätten. So wird es wohl auf den nächsten TL-Prüfungen eine neue Übung als Lungentest geben: Das Aufblasen von 50 cm hohen Doppelluftmatratzen :-)
Nach dem wir alle die erste Nacht unter Dauerbeschallung gut überstanden hatten, auch dicke Augen waren eher selten zu sehen, stand am Samstag so einiges auf dem Programm. Mopedfahrer wollen beschäftigt sein, sonst stellen sie nur Unsinn an. Also was lag näher, als eine Ausfahrt durch das schöne Ostfriesland. Zum Schutze unserer ostfriesischen Mitbürger musste allerdings jeder erst einmal einen Führerschein-Fragebogen ausfüllen. Was dabei herauskam? Vergessen wir`s.    
Nachdem auch der Letzte kapiert hatte, dass man bei "Rot" halten muss, ging es dann endlich los. Um Ulrike weitere Rückenschmerzen und Nervenschäden zu ersparen, genoss ich diese Fahrt diesmal als Sozius. Es ging über kleine Strassen nach Greetsiel zum "Touribestaunen". Ungewöhnlich, dass Taucher so diszipliniert sein können, jeder hielt seinen Platz ein, keiner verfiel der Raserei. Ich dachte bei einigen nur, warum tauchen die nicht auch so?

Nun ja, Kurven gibt es im hohen Norden eher weniger, so wurden einige auf der Rückfahrt doch recht nervös und lechzten nach jeder Kurve. Auch an Ulrike bemerkte ich eine seltsame Erregung hochsteigen. Beim Beschleunigen einmal nicht aufgepasst und ich hätte beim Hintermann auf dem Tank gesessen. So musste sie am Ende der Ausfahrt auch noch einmal für ein paar Kilometer Dampf ablassen, tz, tz,.... ;-)
Wie gesagt, das mit der Beschäftigung...

Sich auf einen Bock setzten und fahren kann ja jeder, aber wie sieht es mit der Motorik aus? Dies wurde zunächst mal beim Bosseln ausgetestet. Die Delphine wogen ihre Gegner in Sicherheit und warfen ihre Kugel beim Probewurf erst mal in den Graben und sorgten für viel Gelächter. Aber dann...

Als ich an der Reihe war, sprangen die Leute vorsichtshalber von der Strasse ins Maisfeld. Ich hätte wohl auch Angst bekommen, wenn ich mich gesehen hätte. Aber der Wurf! Mit leichten motorischen Störungen meiner Beine und Arme, war er doch mit Abstand einer der Weitesten, nur noch übertroffen von Jan`s und Gregor`s würfen. Um das ostfriesische Volk nicht gänzlich zu deprimieren, haben wir dann doch einen der Ihren gewinnen lassen ;-)

Deep Blue 2000Nach diesem Wettbewerb wurde nun die Feinmotorik der Finger geprüft. Pfui dem, der jetzt schweinisches denkt! Krabben puhlen war jetzt angesagt. Dieser Wettbewerb schien Gregor besonders zu liegen. Man konnte fast neidisch werden, ob Gregor`s Fingerfertigkeit. So war die Flasche Sekt auch nur der gerechte Lohn für seine Puhlerei.
Im Festzelt roch es nun wie in einem Fischgeschäft, Gott sei Dank ist jetzt das Wasser zum Händewaschen ausgegangen! Endlich hatte die Beschäftigungstherapie ein Ende und wir konnten uns wieder den wichtigen Dingen des Lebens widmen: Bier, Grill, Bier, Lagerfeuer, Bier...

Einige schafften es sogar zu tanzen, wobei der durch Alkohol gestörte Gleichgewichtssinn für nette Tanzeinlagen sorgte.

Am Sonntag sahen dann viele (ich auch) aus, wie das Wetter an diesem Morgen: Verquollen, feucht, leicht neblig...

Irgendwie hat dieser Sonntag Morgen auf Mopedtreffen was von Kater: Das Wetter ist schlecht, Kopfschmerzen, Übelkeit, was kommt danach... und alle wollen nur nach Hause.
So löste sich die Truppe im laufe des Morgens nach dem Zusammenrödeln im Regen auch schnell auf. Ein kurzes Winke Winke, eine Umarmung und ein tschüss, dann aber ab...

Aber nächstes Jahr, dann kommen wir wieder!

Fazit:
Ein großes Kompliment und ein dickes "Danke schön" an Ippi, Joke & Co., sowie den Motorradfreunden aus Neßmersiel für ihre Mühen und Fleiß. Die Organisation hätte besser gar nicht sein können.
Und die Leute... es passte einfach alles. Da gab es welche, die sich vorher vielleicht nicht so "grün" waren, es war auf einmal alles wie weg gewischt und für den Einen oder Anderen hieß es im wahrsten Sinne des Wortes:

Back to the Roots!

 

Deep Blue 2000