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Fotografie - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 27.12.2009

Ich stehe ja nicht auf Playboy-Bilder, aber eine Beauty-Retusche ist manchmal trotzdem angesagt und notwendig.
Mit diesem Tutorial ist es möglich, auf einfache Weise, auch für Anfänger, Playboy-Bilder oder eine Beauty-Retusche durchzuführen, die den Charakter des Models erhält.

Alternativen

Wer nicht über den Photoshop verfügt, hier als Tipp das kostenlose Tool CleanSkinFX:
Links: http://www.google.de/#hl=de&q=cleanskinfx
Mit CleanSkinFX geht eine Beauty-Retusche rappzapp mit ordenlichen Ergebnissen.

Der Nachteil: Man hat keinen Einfluss auf das Ergebnis und die Bilder können manchmal recht künstlich aussehen.

Möchte man es richtig machen, führt kein Weg am Photoshop vorbei.
Wer einen Orton- oder Glamour-Effekt haben möchte, lese auch: Orton_oder_Glow_Effekt_mit_Photoshop.html
Besonders stark wirkt dieser, hat man zunächst die Beauty-Retusche hier durchgeführt!

Die Thumbs führen bei Klick zu größeren Bildern.

Viele Profi-Tipps führen über Masken und Abpudern. Aber nicht alle und erst recht Anfänger beherrschen diese Techniken.
Meiner Meinung sind sie auch nicht notwendig. Viele Wege bei Photoshop führen oft zum Ziel, man muss nicht immer den komplizierten gehen!

Wer seine Bilder im Roh-Format (RAW) speichert, hat im Photoshop beim Öffnen im RAW-PlugIn die Funktion Klarheit. Störende Reflexionen oder Flecken werden heraus genommen.
Der Nachteil ist aber, dass etliches an Schärfe aus dem Bild genommen wird und das Bild ansich recht künstlich wirken kann. Dieser Filter ist lediglich dann ein Tipp, wenn das Model von Grund aus schon gut aussieht. Auf jeden Fall sollte man den Filter sehr sparsam einsetzen.
Sind die Bedingungen beim Foto ungünstig, benötigt man mehr Einfluss auf das Bild.

Beauty-Retusche mit Ebenen im Photoshop

Viele haben vor der Bildbearbeitung mit Ebenen ein Problem, oder eine Retusche wird auf vielen Webseiten oder Artikeln recht kompliziert dargestellt. Darum hier mein Tipp nicht nur für Photoshop-Anfänger.

Das Problem in meinem Beispiel:
Ein hübsches Model an einem Wintertag, völlig ungeschminkt und frierend. Kälteflecken, hier und da auch ein Pickelchen und auch durch den automatischen Weißabgleich der Kamera wird das Originalbild recht kalt.

Zielsetzung:

Das Gesicht des Models zu Verbessern, ohne dass die Persönlichkeit verloren geht.

MirjamDas Bild links zeigt das Ausgangsfoto. Ein ungeschminktes Gesicht, kälteflecken und ein Pickelchen hat sich hier und da auch niedergelassen.
Hier hilft weder CleanSkinFX noch der Klarheitsfilter, in allen Fällen würde die Persönlichkeit verloren gehen.

 

 



1. Schritte
Über Ebene/Ebene duplizieren erstellen wie eine neue Ebene. Wenn wir hier Mist bauen, bleibt zumindest das Originalbild erhalten!

Wir ändern die Farbbalance Über Bild/Korrekturen/Farbton-Sättigung und machen das Bild wärmer.

Wir stempeln mit dem Bereichs-Reparatur Werkzeug einige Pickelchen und Unreinheiten weg. Je genauer hier gearbeitet wird, desto besser ist das spätere Ergebnis! Die Pinselgröße sollte so gewählt werden, dass der zu reparierende Bereich gerade überlappt wird.
Für den Ausdruck der Persönlichkeit wichtige Details wie Sommersprossen sollten aber erhalten bleiben!
Wir schärfen das Bild über Filter/Schärfen und verwenden hier die Funktion unscharf Maskieren. Wer es kann, schärft über Filter/sonstige Filter/Hochpass, dies hier zu erklären, wäre zuviel, wäre ein eigenes Tutorial...
Das Ergebnis siehe links...

 



2. Schritt

MirjamÜber Ebene/Ebene duplizieren erstellen wie eine weitere Ebene. Für diese Ebene setzten wir über Filter/Weichzeinungsfilter/Matter machen... den Weichzeichnungsfilter ein.
Für Radius und Schwellenwert mag ich hier keinen Tipp geben, da dies sehr vom Einzelfall und Bildgröße abhängt, also ausprobieren. Es sollte alles glatt gebügelt sein, aber Haare, Wimpern und Augenbrauen sollten noch scharf bleiben!
Über die Deckkraft für diese Ebene wählen wir dann, in wie weit das Bild von Störungen befreit wird. Dies ist wie so oft eine Frage des Geschmacks, also ausprobieren.

Kleidung, Haare und Wimpern sollen ja scharf bleiben. Je nach dem, wie hoch die Deckkraft dieser Ebene ist, wirken die u.U. recht unscharf oder matschig. Hier kommt der Radiergummi zum Einsatz!
Wählt einen Pinsel mit einer weichen Kante und vielleicht einer Deckkraft von 50%. Fahrt nun außen am Gesicht vorbei und radiert das Matschige weg. Das untere scharfe Bild kommt zum Vorschein.
So könnt Ihr auch Haare, Wimpern und Augenbrauen nachzeichnen, bzw. hervor holen. Mit vollem Druck stellt Ihr dann den Rest des Bildes frei.

MaskeAlternativ hierzu und auch besser ist es, eine Maske anzulegen (s. Bild rechts). Klickt in die Maske und Pinselt mit schwarz, Deckkraft um 30% Augen und Mund frei.

Der Vorteil hier: Mit weißer Farbe könnt ihr Korrekturen vornehmen, falls ihr euch einmal verpinselt habt!

 MirjamBei mir sähe das Ergebnis dann so aus, dass das Model wie geschminkt aussieht und von Störungen befreit ist, aber die Persönlichkeit trotzdem erhalten bleibt.

Das fertige Bild, siehe links...

 

 

Tipp:

An Stelle des Filters Matter machen versucht es auch mal mit dem gauß`schem Weichzeichner. Wählt hier so einen Bereich um 2-3 Pixel oder probiert es einmal aus. Manchmal ist dies der bessere Filter. Kommt halt auf das Bild und dem Geschmack drauf an...

 

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