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Diverses - Sparte

Eingetragen / aktualisiert am 06.02.2007

Das Internet ist ein Netzwerk in dem Computer miteinander kommunizieren.
Für eine Kommunikation muss wie im wirklichen Leben eine Verbindung hergestellt werden, von daher sind technisch bedingt bestimmte Informationen für jedermann völlig offen.
Eine gewisse Anonymität besteht durchaus, da die Informationen grundsätzlich nicht einer Person zuzuordnen sind.
Wer allerdings Schabernack im Netz betreibt, so sind die Provider auf richterliche Anordnung verpflichtet, ihre Log-Dateien offen zu legen und jede Verbindung ins Netz ist dann auch einer Person zuzuordnen. Dies gilt insbesondere bei Straftatbeständen oder auch bei Spaßbestellungen in Online-Shops.

Völlig harmlos sind eigentlich Cookies. Hierbei handelt es sich um kleine Textdateien, in denen Informationen hinterlegt werden. Notwendig sind sie dort, wo man sich z.B. einloggen muss. Hier werden dann LogIn-Daten hinterlegt, oder in Online-Shops um Warenkörbe zuordnen zu können. Ebenso bei anderen komplexen Anwenungen, wo Variablen übergeben werden.
Manche Zeitgenossen übertreiben es mit dem Wissensdurst und erstellen auf diese Weise vollständige Nutzerprofile. Ärgerlich wird das, wenn sich vorher irgendwo eingeloggt hat. So können personifizierte Profile erstellt werden und der Spam lässt grüßen.
Vorsicht auch bei Google, hat man dort ein Konto, vielleicht sogar mit richtigem Namen, weiß Tante Google ganz genau, wann man welche Seite unter welchen Suchbegriffen besucht  hat.

Möglichkeiten gibt es allerdings durchaus, halbwegs anonym durch das Netz zu surfen:
- Man besuche ein Internetcafe
- Keine Cookies, oder nur dann zulassen, wenn sie notwenig sind. Nach der Sitzung sollten sie sofort gelöscht und weitere gesperrt werden.
- Nach jeder Sitzung Cookies, den Verlauf und den Cache der besuchten Seiten löschen.
- Verwende die Software JAP der TU Dresden, ein durch die Bundesregierung gesponsortes Projekt. Hier loggt man sich über eine Software bei einem Proxserver ein. Die Datenpakete werden dann über verschiedene Server geschickt und der eigene Provider ist nicht mehr zu ermitteln.
Infos: anon.inf.tu-dresden.de/
Wer googelt, findet im Netz auch weitere kostenlose Proxy-Server.

Wobei auch hier mittleweile Einschränkungen gemacht werden müssen. Wer weiss denn wirklich, ob der Proxy-Server nicht doch die IPs speichert? Laut Gerüchteküche sind Bestrebungen im Gange, dass auch Anon speichern soll, um die Daten ggf. heraus geben zu müssen. Hier würde ich auf ausländische Proxies zugreifen.
Internetcafes sind mittlerweile Videoüberwacht. Hat man einen Platz ausgemacht, über dem nicht koschere Dinge gelaufen sind, haben Ermittler u.U. zumindest ein nettes Foto.

Fazit:
Völlige Anonymität erreicht man nur verkleidet in Internetcafes, offenen WLANs oder man verwendet Anonymisierungsdienste.
Ansonsten kann man am Heimrechner nur verhindern, dass personifizierte Surf-Profile estellt werden können. Wer Straftaten im Netz begeht, man denke auch an Spaßbestellungen und Kinderpornos, der ist von seinem Heimrechner fast  immer zu ermitteln!

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Anonym im Internet